Knäckebrot aus der Bücherei

Als ich mir vor einiger Zeit - wieder - einen Ausweis der örtlichen Bibliothek zulegte, war einer der Beweggründe, nicht mehr so viel Geld für Bücher auszugeben. Nun, zwei, drei Jahre später muss ich mir eingestehen, dass die Idee grundsätzlich nicht schlecht ist, nur nicht im Detail durchdacht. Grundsätzlich funktioniert das natürlich schon. Ich bin keine, die jeden Roman besitzen muss, den sie gelesen hat. Da spar ich also tatsächlich Geld.

Bei Kochbüchern sieht das etwas anders aus. Denn NATÜRLICH leih ich mir die neuesten Erscheinungen aus, die die Bibliothek NATÜRLICH prominent ausliegen hat. Und NATÜRLICH finde ich in diesen Kochbüchern fast IMMER Rezepte, die ich nachkochenswert finde. Und NATÜRLICH ist das meist nicht nur ein Rezept, sondern gleich drei, vier, viele. Die auszuprobieren kann und will ich in der Ausleihfrist nicht schaffen. Und wenn das Kochbuch  auch noch schön gestaltet ist... nun, ja... dann muss ich mir das Kochbuch dann doch selber kaufen, und das war es dann mit der Geldersparnis. *lach*
Noch blöder ist es mit dem Rezept für dieses Knäckebrot gelaufen.Das stammt aus dem Kochbuch "Skandinavisch backen" von Trine Hahnemann. Soviel Rezepte, dass ich es selbst kaufen musste, waren da jetzt auf den ersten Blick nicht drin. Was ein Glück! *schweiß-von-der-Stirn-wisch* Aber dieses eine Knäckebrot-Rezept fanden wir interessant, haben es nachgebacken und für gut befunden. Danach ging das Buch zurück in die Bibliothek, in der Meinung, ich hätte das Rezept als Foto im Handy. Jo, in der Meinung, aber nicht in der Wirklichkeit. :-/

Das hab ich aber erst festgestellt, als ich es verbloggen wollte. Also wieder in die Bibliothek, das Buch war zum Glück nicht verliehen, und ich wollte es eigentlich auch nicht nochmal ausleihen. Deshalb in der Bücherei das vermisste Rezept mit dem Handy fotografiert. Soweit - so gut. Bis ich dann daheim feststellte, dass ich das falsche Knäckebrot-Rezept fotografiert hatte. *arghhh*

Jetzt hab ich mir das Buch doch nochmal ausliehen, und nun finde ich da drin NATÜRLICH noch ein paar mehr Rezepte, die vielleicht, womöglich ausprobierenswert wären. Ich glaub, ich muss das Buch möglichst schnell wieder zurückbringen. *lach* Aber vorher hab ich noch schnell das - richtige - Rezept rausgeschrieben.

Dinkel-Knäckebrot aus dem Holzofen
 
1 Würfel Hefe
1/2 l Wasser
1 TL Salz
2 TL Anissamen
- wir haben zerstossenen Sternanis benutzt -
1 EL Honig
100 ml Sonnenblumenöl
200 g Dinkel-Vollkornmehl
250 g Dinkelmehl 630
200 g Haferflocken

Die Hefe in einer großen Schüssel im lauwarmen Wasser auflösen. Dann Salz, Anis, Honig und Öl zugeben und alles gut verrühren. Beide Mehle und die Haferflocken einrühren und den Teig gut durchkneten. Abgedeckt bei Zimmertemperatur ca. 15 Min. gehen lassen.

Inzwischen den Holzofen vorheizen, die Temperatur zum Backen soll idealerweise 220°C betragen. Wer keinen Holzofen hat, den elektrischen Backofen entsprechen vorheizen.

Teig nochmals durchkneten. Dann den Teig in 10 gleiche Stücke teilen. Die Stück jeweils zwischen zwei Lagen Backpapier möglichs dünn ausrollen, so dass flache, mehr oder weniger runde Fladen entstehen. Die müssen nicht perfekt sein und dürfen ruhig rustikal aussehen.

Das obere Backpapier jeweils abziehen und die Fladen im Ofen 5-8 Min. backen. Bei uns passt in den Holzofen jeweils nur ein Fladen hinein. Im Holzofen ist die Backzeit auch immer nur ein Anhaltspunkt. Die Fladen sollen komplett durchgebacken sein, wenn man sie herausholt.

Vor dem Einpacken in Blechdosen muss das Knäckebrot richtig durchgetrocknet sein, dann hält es sich einige Wochen. Deshalb das Knäckebrot ggf. bei geringerer Temperatur im oder auf dem Holzofen nachtrocknen.

Wer den Anisgeschmack gerne mag, kann die Fladen vor dem Backen noch mit Wasser oder Öl bepinseln und mit gestossenen Anissamen bestreuen.

Kommentare

  1. mit den vielen Kochbüchern, die ich UNBEDINGT kaufen musste, mache ich es so: gefallen sie mir, dürfen sie meistens bleiben, wenn nicht, verkaufe ich sie online wieder. Ansonsten lese ich nur mehr e-books, lg

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    1. Hallo Friederike,
      e-books hatte ich jetzt ein-, zweimal auf Reisen dabei. Da fand ich es ganz praktisch, vor allem wegen der Nicht-Schlepperei. Ansonsten bin ich halt eher so der analoge Typ. *lach*
      Liebe Grüße, Sylvia

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