Dingfest gemacht

Dass er sein Unwesen bei uns treibt, wissen wir nicht erst, seit er uns dieses Frühjahr eine Isoliermatte aus unserem Würfelauto gezerrt und zerfetzt hat. Auch wenn er heimlich ist, hinterlässt er unverwechselbare Spuren. Nicht nur in unserem Auto, sondern viel regelmässiger auch darauf.
Windschutzscheibe und Motorhaube eignen sich wohl wunderbar für übermütige Rutschpartien. Einmal fanden wir im Motorinnenraum kleine Hundeknabber-Knochen, die er offensichtlich unserem Nachbarshund geklaut und in Sicherheit gebracht hat. Fein säuberlich aufgereiht lagen sie neben dem Motorblock.

Kein Wunder, dass ihn unser Nachbarshund nicht mag und regelmässig Rabatz schlägt, wenn er ihn des Nächtens sein Unwesen treiben hört oder ihn riechen kann. Denn auch in unserem Brennholz-Stapel ist er wohl regelmässig zu Gange - findet man doch ab und an dort seine fäkalen Markierungen.
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Mit einer Wildkamera wollten wir ihn dingfest machen. Doch auch hier ist er ziemlich heimlich. Die meisten Nächte filmte die Kamera nichts außer unsere Beine beim Ein- und Ausschalten der Kamera. Aber immerhin zwei Katzen nahmen wir regelmässig auf dem Rundgang durch ihr Revier auf.
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Ein Wechsel der Kamera-Position brachte den erhofften Erfolg. Hier ist er - ein stattlicher Steinmarder-Rüde (Martes foina), wie er an Nachbars Gartenteich rumstreift. Was für ein Kawenzmann! Ich hoffe mal, dass er sich nicht nur auf unserem Auto vergnügt, sondern sich auch um die Wühlmäuse kümmert, die sich immer mal wieder am Kompost einfinden...

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