Fliederbeer-Suppe mit Frosch-Eiern

Halt – das wird nichts Ekeliges oder so. Fliederbeer-Suppe gab es bei uns zu Hause regelmäßig im Herbst und meine Mutter hat sie immer mit Sago gekocht. Im hohen Norden heißen Holunderbeeren nun mal Fliederbeeren, warum auch immer.
 
Da das Wetter letzes Wochenende ja ziemlich bäh angesagt war, habe ich die noch regenfreien Vormittagsstunden am Samstag genutzt und bin auf Beerenjagd gegangen. Etwas mehr als 1 kg Früchte war die Ausbeute - eher mau. Für mich alleine reicht es aber allemal, zumal die Frau Krautgärtnerin diese norddeutsche Spezialität eh nicht mag. Dabei ist Fliederbeersaft so gesund!
Bei Holunderbeeren muss man aufpassen, dass man sich nicht einsaut. Die färben ausgesprochen intensiv. Der Korb hat nun auch entsprechende Flecken. Ich fiesel die Beeren mit einer Gabel von den Dolden. Die Stiele schmecken nun wirklich nicht. Wie man sieht, habe ich auch die letzten Himbeeren aus dem Garten einer geschmackvollen Verwendung zugeführt, was Frau Krautgärtnerin gar nicht erfreute. Die hätte sie lieber so aufgenascht. Zu spät... ;-)

Fliederbeersuppe

Fliederbeersaft
1 kg Holunderbeeren
- ohne Stängel -
300 g Brombeeren
4 EL Zucker
200 ml Wasser
- oder so -
1 EL Zitronensaft

außerdem
4 EL Zucker
 1 Stück Zitronenschale
1 Apfel
- am besten Boskoop -
5 Blätter Pfefferminze
5 EL Sago

Holunder- und Brombeeren mit Zucker, Wasser und Zitronensaft  ca. 10 Min. weichköcheln. Dann den Saft durch ein feines Sieb ausdrücken. Aufpassen, wenn man geölte Arbeitsplatten hat. Die Flecken ziehen unendlich schnell ein und gehen nicht mehr weg. Ich hab das natürlich ausprobiert.

Den Saft mit dem restlichen Zucker abschmecken. Den Apfel schälen und in Spalten schneiden.  Zitronenschale, Minzblätter und Sago zum Saft geben, alles sanft köcheln lassen. Die Apfelstücke etwas später hinzugeben, damit sie nicht gänzlich zerkochen.
Hin und wieder umrühren, da sonst der Sago ansetzt. Nach 15 Min. nachschauen, ob der Sago glasig geworden ist. Sieht dann original ein bisschen nach Froscheiern aus.

Ergibt ca. 6 Portionen.

Ich hab die Fliederbeersuppe portionsweise heiß in Gläschen abgefüllt und sofort verschlossen. So ziehen sie ganz gut ein und sind im Kühlschrank 1-2 Wochen haltbar. Ich muss sie ja alle allein essen. ;-)

Wir haben die Fliederbeersuppe bei uns zu Hause immer kalt gegessen, geht natürlich auch warm. Mir schmeckt es nach Kindheit.

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