Allerwelts-Enten

Jedes Kind kennt sie. Bei uns auf dem Dorf gibt es sie genau so häufig wie in der Stadt und wenn wir pauschal Ente sagen, meinen wir fast immer sie – die Stockente (Anas platyrhynchos).

Ursprünglich war sie nur auf der Nordhalbkugel der Erde heimisch, aber mittlerweile kommt sie praktisch in der ganzen Welt vor. Einzige Bedingung ist das Vorhandensein eines irgendwie brauchbaren Gewässers. Bei uns sind das ganz konkret der Gröbenbach und die angrenzenden Gartenteiche.
Sehr ausgeprägt ist bei den Stockenten der Unterschied zwischen den Geschlechtern. Die Weibchen sind das ganze Jahr über im Tarnanzug. Auf dem Nest sind sie dann für Feinde fast nicht sichtbar.

Die Erpel beteiligen sich weder am Brutgeschäft noch an der Aufzucht. So können sie es sich erlauben, aufzufallen und ziehen sich zu Weihnachten was hübsches an. Äh... Blödsinn. Das ist doch nur, um sich für die Weibchen zur Balz im zeitigen Frühjahr herauszuputzen.
Aber genau betrachtet, ist das Prachtkleid der Erpel schon ein kleines Wunderwerk.

Ein Wunderwerk ist auch das offensichtlich hervorragend isolierte und wasserabweisende Gefieder, dass es ihnen auch bei - 25° C erlaubt, munter umherzuschwimmen. Der Gröbenbach friert selbst dann nicht zu. Naja – meins wäre es nicht, bei den Temperaturen zu baden. Mir sind schon beim Fotografieren fast die Finger abgefallen.

Das Foto des Monats

Im Herbst und im Winter sind die Enten in gemischten Gruppen anzutreffen. Paarweise sieht man die Stockenten nur kurz in der Zeit, nämlich bevor sich die Weibchen zum Brüten zurückziehen - also jetzt. Und während die Weibchen auf dem Nest sitzen oder später die Küken betreuen, ziehen die Erpel wieder allein umeinander.

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