Pink Sauerkraut

Aus irgendwelchen nicht nachvollziehbaren Gründen ernten wir - bei der gleichen Anzahl ausgepflanzten Weißkraut, Blaukraut und Wirsing-Setzlingen - regelmässig am meisten Blaukraut. Der Wirsing faulte uns fast immer komplett weg und auch beim Weißkraut blieb nie genügend über, um Sauerkraut zu machen. Aber warum soll man nicht auch aus Blaukraut Sauerkraut machen können?
Drei Jahre später machen wir aus Überzeugung "Pink Sauerkraut". Der Geschmack ist nahezu identisch, dafür ist die Farbe umso spektakulärer. Und wenn wir uns schon selbst die Arbeit machen, dann soll es doch auch etwas besonderes sein, oder?

Pink Sauerkraut - selbst eingelegt

2 kg Blaukraut
- zur Not auch Rotkohl ;-) -
2 gehäufte EL Salz 
1 säuerlicher Apfel 
10 Wacholderbeeren 
1 TL Kümmel

Kohl putzen, Strunk ausschneiden. Dünn hobeln, Strunk reiben.
  
In einer Schüssel eine Lage Kohl - ca. 5 cm hoch - salzen und stampfen, bis Wasser austritt. Nächste Lage auffüllen, salzen und wieder stampfen. Am besten geht das in einer flachen Schüssel und mit einem Holz"prügel". Angenehmer ist es, wenn das Stampfgerät besser in der Hand liegt als dieses Holzstück hier. ;-)
So sieht das dann aus, wenn es das Kraut ordentlich durchgestampft ist.

Dann den Apfel schälen und stifteln, mit den Wacholderbeeren und dem Kümmel unter das Kraut mischen. Kraut mit Flüssigkeit in vorbereitete Einmachgläser füllen. Dabei muss ein Viertel der Gläser leer bleiben, damit ausreichend Platz für die Gärgase bleibt. Bedeckt das Kohlwasser das Gemüse nicht, lauwarmes Wasser zugießen, bis das Kraut eben bedeckt ist. 
Die Gläser fest verschließen und dunkel 4-8 Wochen gären lassen. Die erste Woche im warmen Raum, dann kühl im Keller. Jetzt ist das Sauerkraut fertig und kann roh gegessen oder weiterverarbeitet werden.

 Am Anfang ist die Farbe noch dunkel-lila wie in den Gläsern oben zu sehen. Aber irgendwann während der Gärzeit bekommen sie dieses wundervolle Pink wie hier oben im Foto.

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