Nachhilfe für wen?

Husch husch!? Nein eben nicht. Wenn ein Jagdhund seine Nase einsetzt, dann soll das ruhig passieren. Da ich nicht genau weiß, was Henry alles schon gelernt hat, gab es ein paar Nachhilfestunden bei einer Ausbilderin. Zugegeben ist das eher Nachhilfe für das Herrchen, um die Sprache seine Hundes zu verstehen.
Es kam bei mir noch nie vor, aber man weiß ja nie. Hin und wieder kann ein angeschossenes Tier noch einige hundert Meter zurücklegen. Dann ist es gut, wenn man sich auf eine Supernase verlassen kann, um das Tier zu finden.
Die Stelle, an der das Tier beschossen wurde, wird vom Schützen markiert. Die Spitze des Fichtenzweigs zeigt in die Richtung, in die das Stück geflohen ist. Dann hat es der Hundeführer leichter, seinen Hund auf die Fährte anzusetzen.
Henry kennt das offensichtlich noch aus vergangenen Tagen.
Riechst Du? Hier ist der Anschuss.
Und gleich geht es los.
Ganz ruhig und konzentriert arbeitet Henry die Spur aus.
Was der Hundeführer lernen muss, ist zu erkennen, wenn der Hund unsicher wird, weil z.B. eine frische Fährte die Spur kreuzt.
Aber schnell ist Henry wieder auf der richtigen Fährte. Und da ist es schon. Nach 400 Metern liegt beim Üben zwar kein richtiges Reh, sondern nur ein Fell, aber immerhin.
Die Spur war über 20 Stunden alt und es hatte die ganze Nacht in Strömen geregnet. Für einen Menschen unvorstellbar, dass man da überhaupt noch was riechen kann. Aber der da kanns. Und dafür gibt es auch eine dicke Belohnung.
War ich gut oder war ich gut?

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