Möhren-Nest

Karotten sind ein Allerweltsgemüse. Sie werden nahezu weltweit angebaut. China erntet mit über 8 Tonnen weltweit am meisten. In der EU sind Möhren nach Tomaten das bedeutendste Gemüse und liegen damit gleichauf mit den Küchenzwiebeln. Bereits in der Antike ist in Griechenland der Anbau von Karotten nachweisbar. In Mitteleuropa ist der Nachweis dagegen kaum möglich, da hier die Wilde Möhre immer gleichzeitig und reichlich vorkam und vorkommt. Die Wilde Möhre ist ein Elternteil der uns bekannten Kultur-Möhre (Daucus carota subsp. sativa) ist. (Quelle: Wikipedia)

Auch heute kommt die Wilde Möhre (Daucus carota subsp. carota) noch häufig vor und kann als Kulturfolger bezeichnet werden. Sowohl ihre Blüte als auch ihr Samenstand ist sehr charakteristisch - und wenn man darauf achtet, fallen einem die Wilden Möhren auf einmal überall ins Auge.

Das Foto des Monats
Die Wurzeln der Wilden Möhre sind allerdings nicht so nach dem Geschmack von uns modernen Menschen - dass sie bleich sind, nicht so schön bunt wie die heutigen Sorten, ist dabei nur eine optische Sache, aber vor allem sind die Wurzeln sehr faserig und ziemlich bitter.

Es brauchte noch die Einkreuzung von ein bis zwei weiterer Arten - wie die südeuropäische Daucus carota subsp. maximus und evtl. die orientalische Daucus carota subsp. afghanicus - sowie reichlich züchterische Arbeit, um zur heutigen Sortenvielfalt mit ihren bunten, großen und doch zarten Rüben zu gelangen.
Solch riesige Exempare - ich nenne sie immer liebevoll 4-Personen-Karotten - gehen bei uns allerdings nicht in den Kochtopf, da freuen sich die Pferde von Kollegen drüber. Von unserer Ernte bleibt trotzdem noch genug für unseren eigenen Bedarf. Und das ist gut so, denn Karotten sind so vielfältig einsetzbar - hier findet ihr eine schöne Auswahl an Rezepten. Und ein neues hab ich hier auch noch für Euch:

Hähnchen mit Lorbeer und Speck
1,3 kg Hähnchen oder
Hähnchenteile
Salz & Pfeffer
12 Lorbeerblätter
12 Scheiben Bacon
- ca. 120 g -
200 g Karotten
1 Bd. Petersilie
2 EL Olivenöl
1/4 l Sahne
1/8 l Weißwein
2 EL Zitronensaft

Hähnchen in 10 - 12 Teile schneiden, salzen und pfeffern. Jedes Teil mit einem Lorbeerblatt und Speckscheibe fest umwickeln. Zwiebeln und Karotten schälen und würfeln, Petersilienblätter grob von den Stielen scheiden. Backofen auf 200° C vorheizen.

Die Hähnchenteile in einem Bräter von jeder Seite 5-7 Min. kräftig anbraten, herausnehmen und beiseite stellen. Das Olivenöl in den Bräter geben, Zwiebeln und Karotten darin andünsten. Die Petersilie untermischen und die Hähnchenteile wieder in den Bräter legen.

Den Bräter offen auf der 2. Einschubleiste von oben 40 - 45 Min. schmoren. Dabei nach und nach Sahne und Wein angießen. Die Hähnchenteile zwischendurch einmal wenden.

Vor dem Servieren Fleisch mit dem Zitronensaft beträufeln, die Sauce abschmecken und alles im Bräter servieren.
 Für die Fotos haben wir  noch ein paar Tomatenwürfel und gezupftes Basilikum darüber gestreut.
Als Beilage gibt es bei uns meist einfach Fladenbrot dazu.
Das Rezept reicht für 4 Portionen

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