Sparkling Apfelsaft

Letztes Jahr hatten wir so viele Äpfel, dass wir einen Teil davon zu Saft verarbeitet haben. Daraufhin hatten wir so viel Apfelsaft, dass wir uns sicher waren, den nicht binnen eines Jahres zu trinken. Aber ich vergär ja so ziemlich alles, was nur einen minimalen Rest an Zucker hat. Also hab ich wiederum einen Teil des Saftes zu Most, Cidré oder wie auch immer vergoren. Wir nennen es einfach mal

 Krautgärtners Apfel-Sekt
Im Grunde orientiert sich das Rezept an dem des Holundersektes. Da aber der Apfelsaft natürlicherweise über genügend Zucker verfügt, verzichte ich auf zusätzlich Zugaben. Und so gehts:

Frisch gepressten Apfelsaft bei 80° C sterilisieren, in ein Gärgefäß geben und auf unter 30° C abkühlen lassen. Weinhefe dazugeben (das Verhältnis Flüssigkeit zu Hefe nach der Angabe auf der Hefepackung), Gärspund aufsetzen und ca. zwei Wochen bei Zimmertemperatur gären lassen. Der Gärprozess sollt noch nicht ganz abgeschlossen sein, damit etwas "Blubber" für den Sekt übrig bleibt.

Mit einem Weinheber auf Flaschen ziehen, damit der Bodensatz nicht mit abgefüllt wird. Dann ein paar Wochen lagern. Hält so ungefähr ein Jahr.

Im nächsten Jahr müssen wir leider auf selbstgemachten Apfelsekt verzichten. Unser Apfelernte 2016 hat gerade mal für eine Runde Apfelkücherl und unser bewährtes Hähnchen mit Kartoffeln und Apfel gereicht. Aber dafür bin ich gerade mit Mirabellen-Wein am Rumexperimentieren.

Kommentare

  1. Funktioniert das auch mit Apfelsaft aus dem Dampfentsafter? Das würde ich gern mal ausprobieren.

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  2. Hallo Gundula. Ich habe es zwar noch nicht probiert, aber ich wüsste auch, nichts, was dagegen sprechen sollte. Im Gegenteil – du kannst dir das Sterilisieren sparen. Vergären lässt sich praktisch jede zuckerhaltige Lösung. Liebe Grüße Rainer

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