Herbst-Bunt

Was dem Deutschen sein Altweibersommer ist dem Kanadier sein Indian Summer. Beides bezeichnet  ein Wetterphänomen im späten Herbst, das sich durch ein stabiles Hochdruckgebiet auszeichnet. Die warme Luft, die es mitbringt, sorgt für eine mehr oder weniger lange trockene und klare Witterung. Zusammen mit den doch schon empfindlich kalten Nächten führt das zu der besonders intensiven Laubfärbung, für die der Indian Summer berühmt ist.
Im waldreichen Osten Kanadas - wie hier Haliburton Forest - fällt der Indian Summer besonders spektakulär aus. Ganze Bergkuppen ziehen sich gold-rote Gewänder an.
Einer der häufigsten Baumarten in Kanada und Nordamerika ist der Zucker-Ahorn (Acer saccharum). Das Farbspiel seiner Blätter von  grün nach gelb, orange, rot und braun prägt den Indian Summer und macht es mit seinem leuchtenden Scharlachrot einzigartig.

Aber auch der bei uns heimische Spitzahorn (Acer platanoides) hat einiges zu bieten. Er steht in seinem Farbspiel seinem "süßen" Bruder aus Übersee nicht viel nach. Mit Schnee garniert sieht man ihn dagegen selten.
Ebenfalls selten sieht man in unseren Breiten den Urwelt-Mammutbaum (Metasequoia glyptostroboides). Er stammt ursprünglich aus China und kommt wild nur noch in kleinen Reliktpopulationen vor. Der hier dagegen steht bei einem Nachbarn vor der Haustür.
 
Und entledigt sich Jahr für Jahr seines sommergrünen Nadelkleides in flammenden Orange.

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