Home made TK Pizza

"Kennt ihr das? Der Tag beginnt schon stressig und er wird und wird nicht besser?! Termindruck und Stress in der Arbeit, im Stau stehen auf dem Heimweg, ewiges Anstehen an der Kasse… Irgendwie haben sich alle und jeder gegen euch verschworen? Alles was schiefgehen kann geht schief?" Das fragen Martin und Tanja von sakriköstlich im Rahmen ihres Blogevents "Homemade FastFood", das sie zusammen mit Zorra auf ihrem Blog kochtopf.me ausrichten. Und meine Antwort ist: Klar kenn ich das, wer kennt das nicht ab und an?

Wenn ich nach so einem Tag nach Hause komm, braucht's meine Couch-Kuschelecke oder - im Sommer - unser Gartenbett, ein schönes Glas Rowein und einfaches, schnelles Fast Food, am liebsten Marke selbstgemacht. Je nach Vorratslage kommen da verschiedene Dinge in Frage - wie Überbackene Tortilla-Chips, ein Sloppy Joe's Burger oder 'ne schnelle Pizza. Ja, bei richtiger Bevorratung ist auch home made Pizza ein fixes Essen.
Denn Pizzateig lässt sich ausgesprochen gut einfrieren. Und so produzieren wir beizeiten eine größere Menge Hefeteig und frieren diesen portionsweise als Kugel ein, gut bemehlt in Folie gewickelt. Bei Bedarf - siehe oben - braucht's dann einfach nur auftauen, ausrollen, belegen, backen, futtern - und das Leben ist wieder gut.

Das hier ist - seit dem Pizzakurs des Herrn Krautgärtners - unser bevorzugter Pizzateig. Der Vorteig ist schnell zusammengerührt und wird über Nacht zimmerwarm geführt. Der Hauptteig lässt sich wunderbar in unserer Ankarsrum zubereiten. Allerdings muss man beim Kneten von Hefeteig in der Ankarsrum immer bedenken, dass das Maschinchen durch seine Konstruktionsweise regelmäßig etwas länger kneten muss als andere Küchenmaschinen. Dafür kann man den Teig auf niedrigster Stufe kaum überkneten und das Ergebnis hat uns bisher immer überzeugt.

TK-Pizza-Teig

Für den Vorteig
450 g Mehl Type 550
1/2 l Wasser
1,5 g Hefe

Für den Hauptteig
450 g Mehl Type 405
40 g Olivenöl
25 g Salz
10 g Malz
5 g Hefe

Für den Vorteig die Zutaten die Hefe im lauwarmen Wasser auflösen und mit dem Mehl zu einem flüssigen Teig verarbeiten. 12 Std. ruhen lassen.

Am nächsten Tag die restlichen Teigzutaten zufügen und für ca. 15 Min. kneten, bis ein geschmeidiger Hefeteig entstanden ist. Danach 1/2 Std. ruhen lassen.

 Hier hat unsere "Andersrum" noch bisschen zu tun.

Jetzt ist der Teig fertig zur Verwendung. Pro Boden nehmen wir knapp 200 g des fertigen Teiges, ergo ergibt das 8 Pizzaböden. Die Teigportionen jeweils zu einer handflächen große Kugel formen. Für's Einfrieren bemehlen wir die Kugeln gut, umwickeln sie mit Frischhaltefolie und ab geht es in die TK. Zum Auftauen brauchen die Kugeln so 1 - 1 1/2 Std., dabei die Frischhaltefolie nicht zu spät entfernen, sonst klebt die gern mal an.

Bis zur weiteren Verwendung deckt man die einzelnen Kugeln - ob nun frisch oder aus der TK - am besten ab. Nach und nach werden die einzelnen Kugeln zu Pizzafladen ausgezogen (nicht ausrollen!) und nach Belieben belegt.

Was da so auf die Pizza wandert, bleibt dem Geschmack jedes einzelnen überlassen. Zwei Grundregeln sollte man berücksichtigen, damit die Pizza schön knusprig wird: Das Tomatensugo flüssig zubereiten und auch nur dünn auftragen. Der restliche Belag inklusiv Käse darf ebenfalls nicht zu dick aufgehäuft werden. Sonst weicht die Pizza durch, insbesondere wenn man nur einen normalen Küchenofen zur Verfügung hat und so eine richtige Holzofen-Hitze nicht hinbekommt.

Dann wird die Pizza im Idealfall bei 350° C 2-3 Min. gebacken, bei 250° dauert es so 8-10 Min. Dann raus aus dem Ofen, frisch gehacktes Basilikum, Oregano und Thymian drüber - ja, jetzt erst, sonst verbrennen die Kräuter im heißen Ofen nur. Und während wir die erste Pizza futtern, wird die nächste bereits gebacken.

 Voilà - fixes FastFood Marke home made und Soulfood vom Feinsten.
Blog-Event CXXIII - Homemade Fastfood featured
Martin und Tanja wünschen sich in ihrem Blogevent noch eine regionale Spezial-Zutat. Nun - der Eckpfeiler unserer Pizza kommt regelmässig direkt aus unserem Garten oder Acker. Neben den mediterranen Kräuter wie Basilikum, Oregano und Thymian sind das vor allem unsere eigenen  sommerreifen Tomaten, aus selbstgeerntetem Saatgut gezogen, Jahr für Jahr wieder auf die klimatischen Gegebenheiten bei uns selektiert. Das Sugo aus diesen Tomaten, ganz schlicht nur mit gutem Olivenöl und etwas Salz zubereitet, macht das echte Pizza-Feeling aus - unabhängig vom Rest des Belages.

Kommentare

  1. Jetzt bin ich echt begeistert. Eure Pizza sieht absolut perfekt aus. Ich finde die Idee mit dem eingefrorenen Pizzateig richtig, richtig gut. Das Rezept und die Idee nehm ich auf jeden Fall mit!
    Liebe Grüße, Tanja

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Tanja,
      das freut mich, dass Euch unser Fastfood-Vorschlag gut gefällt. Und die anderen Beiträge zu Eurem Blogevent sind für mich eine wahre Fundgrube.
      Viele Grüße
      Sylvia

      Löschen

Kommentar veröffentlichen