Forellen-Knusperle

Leider waren wir ja beim Fliegenfischen nicht so erfolgreich. Aber nachdem wir uns so auf Forellen gefreut hatten, waren wir nach unserer Heimkehr aus dem Fichtelgebirge beim Forellenzüchter unseres Vertrauens einkaufen. Nach Forellen-Knusperle war uns der Sinn. Unser Forellenzüchter  würde uns die Forellen auch filetieren, auch filieren genannt. Aber ein bisschen Stolz haben wir ja auch noch.
Deshalb haben wir ganze Forellen gekauft und selbst filetiert. Das ist im Grunde ja auch gar nicht so schwierig. Zunächst schneidet man von der Forelle - oder jedem anderen Fisch - den Kopf mit Kiemen und die Schwanzflosse ab.
Dann schneidet man mit einem wirklich scharfen Messer am Rückgrat entlang und führt den Schnitt weiter Richtung Bauch, immer möglichst eng an den Gräten entlang.
Danach schneidet man das Fischfleisch auf der anderen Seite genauso von der Fischwirbelsäule und den daran hängenden Gräten. So sieht das dann aus, wenn man fertig ist.
Wenn man die Fischfilets ohne Haut benötigt, fährt man nun noch mit einem schmalen, scharfen Messer zwischen Haut und Fischfleisch und zieht die Haut so vom Filet. Zum Schluss sollte man noch nach aus Versehen abgeschnittenen Gräten gucken und diese mit einer Pinzette rausziehen. Und jetzt steht den Forellen-Knusperle nix mehr im Weg. 

Forellen-Knusperle mit Kräuterrahm 

300 g Forellenfilets
Salz & Pfeffer
Mehl
Fritier-Fett 

Ausbackteig
50 g Mehl
50 ml Bier
1 Ei
Salz
1 Eiweiß 

Kräuterrahm
100 g Sauerrahm
 reichlich Schnittlauch
weniger Petersilie, Dill und Thymian
etwas Zitronensaft

 Das braune Boppel am oberen Tellerrand einfach ignorieren. Das ist der verunglückte Versuch einer Vollkorn-Semmel. ;-)

Für den Ausbackteig das Mehl mit Bier, dem ganzen Ei und etwas Salz zu einem glatten Teig verrühren. Den Teig 15 bis 20 Min. quellen lassen. Das Eiweiß steif schlagen und vorsichtig unter den Teig heben.

Für den Kräuterrahm die Kräuter fein hacken und unter den Sauerrahm rühren. Mit Salz, Pfeffer und Zitrone würzig abschmecken.

Das Ausbackfett auf 170° C erhitzen. Die Fischfilets in 2 cm breite Streifen schneiden, salzen, pfeffern und in Mehl wenden. Jeden Streifen einzeln in den Bierteig tauchen, sodass er ganz umhüllt ist. Etwas abtropfen und portionsweise im heißen Fett goldbraun ausbacken. Abtropfen und warm stellen, bis alle Stücke ausgebacken sind.

Mit Kräuterrahm servieren. 
Für 2 Personen
 
Wir essen gerne einen Salat dazu.
Ganz wunderbar passen aber auch gebackene Kartoffelspalten dazu.

Forellen sind klassische Fische kalter, sauerstoffreicher Fließgewässer, wie es viele Gebirgsbäche in den Alpen sind. Insofern ist dieses Gericht schlicht und ergreifend die bayerische Antwort auf  klassisch-britische Fish'n'Chips. Und deshalb ist das mein Beitrag zum Blogevent Alpenküche von Kebo und ihrem Blog Keboshoming.
 Blog-Event CXX - Alpenkueche - featured

Kommentare

  1. Liebe Sylvia,
    eine schön bebilderte Anleitung zum Filetieren von Fisch und ein Rezept, das ich mir sehr gut jetzt im Sommer zu Salat vorstelle.
    Sonnige Grüße aus Südtirol
    Kebo

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    1. Hallo Kebo,
      lieben Dank - und die Sonne in deinem Gruß nehme ich dankbar an. Wir haben hier derzeit eher Regenzeit denn Sommer...
      Lieben Gruß
      Sylvia

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