Fliegenfischen im Fichtelgebirge

Ist die hier nicht wunderhübsch? Eine Blauflügel-Prachlibelle (Calopteryx virgo), frisch geschlüpft, lässt sie hier ihre Flügel trocknen. Mein Glück, weil sonst hätt ich sie wohl nicht so gut mit dem Foto einfangen können. Unten links hängt noch die leere Puppe - könnt ihr sie sehen?
Die Blauflügel-Prachtlibelle benötigt kleine, kühle und saubere Fließgewässer mit schattigen Bereichen, mehr oder weniger starker Strömung und naturnaher und bewachsener Uferstruktur. Denn ihre Larven reagieren sehr empfindlich auf Sauerstoffmangel, so dass die Tiere als Bioindikator für die Gewässergüte gelten. Sie kommen nämlich nur in gering bis mäßig verschmutzten Gewässern vor.
Wiesen-Knöterich (Bistorta officinalis)

In und an der Sächsischen Saale bei Oppenroth gefällt es den Blauflügel-Prachtlibellen offenbar. Denn ich habe nicht nur das eine Exemplar gesichtet.

Aber eigentlich waren wir nicht wegen dieser Flatterdinger im Fichtelgebirge, sondern weil wir das Fliegenfischen ausprobieren wollten. Ein langjähriger Freund des Herrn Krautgärtners hatte uns eingeladen. Keine Frage, da sind wir dabei! :-)
Während ich als absoluter Anfänger unter fachmännischer Anleitung die grundsätzlichen Bewegungen des Fliegenfischens übte - mit Rute, aber ohne Fliege und Haken, hat der Herr Krautgärtner gleich los gelegt. So ganz perfekt ist seine Technik (noch) nicht, aber es ist ja nunmal noch kein Meister vom Himmel gefallen.
Nicht vergessen - vor dem Anfassen der Fische immer die Hände nass machen!

Dieses kleine Forellchen war der Fang des Tages. Bisschen too lütt - deshalb wurde sie nach dem Entfernen des Hakens  wieder in die Freiheit entlassen.

Auch noch nicht ganz groß, aber auch nicht too lütt, war dieses Rehböcklein, das dem Herrn Krautgärtner nach dem Fliegenfischen beim abendlichen Ansitz vor die Büchse lief.
Und so sind wir aus dem Fichtelgebirge trotz mangelndem Petriheil doch nicht mit leerer Kühlbox nach Hause gefahren.

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