Von der unglaublichen Bläue des Blautopf

Wenn Euch irgendwann an den vielen Feiertagen im diesjährigen Mai die Ideen ausgehen, was Ihr unternehmen könntet, hab ich hier einen Ausflugs-Tipp: der Blautopf in Blaubeuren, am Fuße der Schwäbischen Alb. Hier tritt "einfach so" die zweitgrößte Quelle Deutschlands aus der Erde.
Warum die Quelle des Flüsschen Blau den farbigen Namen trägt, sieht man sofort. Im Schnitt kommen hier über 2.000 Liter Wasser pro Sekunde zutage. Da die Quelle aus dem Karstgebiet der Schwäbischen Alb gespeist wird, ist das Wasser stark kalkhaltig. Diese kleinsten Partikel sorgen im Sonnenlicht für die wunderschöne Färbung des Wassers, ganz genauso wie bei der blauen Lagune in Island.
Eine so große Quelle hat schon früh dazu geführt, die Energie des Wassers zu nutzen. 1804 wurde hier eine Hammerschmiede errichtet, die von dem Quellwasser angetrieben wird. Bis zu 32.000 Liter pro Sekunde kommen zu Spitzenzeiten aus dem 21 m tiefen und 40 m breiten Blautopf.
Trotz des sehr klaren Wassers kann nicht auf den Grund sehen. Ob und wohin es da unten wohl hingeht, haben sich die Menschen lange gefragt. Entsprechend viele Mythen haben sich um den Blautopf gebildet. Mittlerweile ist das Höhlensystem weitgehend erforscht. Nixen – wie die schöne Lau – wurden leider keine entdekt.

Sehenswert ist der Blautopf wirklich. Empfehlen kann ich den Ort allerdings nur an Tagen, wo sich nicht alle Leute nach draußen wagen. An schönen Sommertagen wird man förmlich plattgetreten von Tausenden von Touristen, die das faszinierende Schauspiel auch sehen möchten.

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