Raus aus die Kartoffeln... rinn in die Kartoffeln...

Unsere eigenen Kartoffeln sind seit Anfang April aus, unser Kartoffeljahr ist rum. Und gleichzeitig beginnt es schon wieder neu. Die Saatkartoffeln stehen schon vorgetrieben bereit, um im Laufe der nächsten Woche in der Erde versenkt zu werden.

In Eierpappen stehen sie derzeit noch im Gästezimmer und warten darauf, dass die Temperaturen wieder etwas frühlingshafter werden. Die Bodentemperatur sollte beim Kartoffellegen mindestens bei 8°C liegen, bei vorgekeimten darf sie auch etwas niedriger sein. Trotzdem - lautet die Bauernregel zum Kartoffel-Legen doch wie folgt: „Legst die Kartoffel im April, kummt's, wann's will. Legst sie im Mai, kummt's glei'.“
Und dann heißt es ja immer noch drei Monate häufeln, unkrauthacken, Kartoffelkäfer absammeln und warten, bis wir wieder neue, eigene Kartoffeln haben. Für die Mama vom Herrn Krautgärtner wär das wohl ein Drama gewesen - ein Tag ohne Kartoffeln zum Mittagessen ging gar nicht. Für uns süddeutsche Landsleut ist das nicht so schlimm, wir kriegen die Zeit schon überbrückt, gibt's einfach mehr Mehlspeisen, Nudeln, Knödel, Brot.

Wobei Kartoffeln im Brot auch eine feine Sache sind. Sie halten das einfach Hefe-Weißbrot hier lange schön saftig und es ist gleichzeitig eine gute Verwertungs-Möglichkeit für übrig gebliebene Pellkartoffeln.
Kartoffel-Brot

1 kg Weizenmehl 1050
- oder auch gerne Dinkelmehl -
500 g Pellkartoffeln
3 TL Salz 
200 g Joghurt 
1 Würfel Hefe 
 Wasser

Die Kartoffeln schälen und zerstampfen oder durch die Kartoffelpresse drücken. Mit den restlichen Zutaten und soviel Wasser einen elastischen Hefeteig kneten, der sich vom Schüsselrand löst. Zugedeckt ca. 1 Std gehen lassen, bis sich der Teig deutlich vergrößert hat. 

Dann aus dem Teig zwei Laib Brot formen, auf ein mit Backpapier belegtes Blech setzen und abgedeckt nochmal 30 min gehen lassen. Den Ofen auf 250° C, wenn es geht gerne auf 300° C, vorheizen. 

Das Brot in den Ofen schieben und gut schwaden (mit einer Sprühflasche Wasser auf Teig und in den Backofen sprühen). 

Nach 5 Min. auf 230° C reduzieren, nach weiteren 10 Min. auf 200° C schalten. Die Brote insgesamt 60-70 Min. backen. 
 
Direkt nach dem Backen nochmal mit Wasser einsprühen, das gibt dem Brot einen wunderbaren Glanz.

Nun denn - auf ein gutes Kartoffeljahr mit wenig Kartoffelkäfern. :-)

Kommentare

  1. Welch Glück, dass ich gerade Pellkartoffeln übrig habe. Schnell schauen ob ich 500 g zusammenkriege...
    Herzliche Grüße, Angela

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Angela,
      und? Hat's g'langt?
      Ich hoff ja, dass der Frühling jetzt dann irgendwann mal kommt, würd ja so allmählich gern auf dem Acker loslegen ;-)
      Lieben

      Löschen
    2. Nö, dummerweise hat ein Familienmitglied zum Mittagessen völlig unbeeindruckt von meinen Brotbackplänen zwei kalte Kartoffeln vertilgt und genau die haben gefehlt. Macht aber nix. Ich bin wild entschlossen! Ich hab noch so ein paar kleine Kartoffeln, die igendwie immer übrig bleiben weil sie größenmäßig beim Kochen nicht passen. Die werden jetzt verwurstet...
      Wie gehts dem Acker? Zufrieden mit dem diesjährigen Bifang?
      Ab nächsten Donnerstag solls 20° haben. Dann werden wir alle ausströmen in die Gärten :-)
      Schönes Wochenende, Angela

      Löschen
    3. Hallo Angela,
      *lach* ja, das kenn ich. Da macht man die tollsten Pläne für die Rest und dann schaut man in den Kühlschrank und sie sind weg *lach* Unsere Ackerparzelle haben wir inzwischen und haben - trotz hoher Losnummer - ein Stück erwischt, in dem Bereich, wie wir gerne wollten. Insofern warten wir nur noch auf gutes Wetter - ah, Donnerstag - und Feiertag ist der auch noch.
      Gut Gartel
      Sylvia

      Löschen

Kommentar veröffentlichen