Doch nicht langweilig

Im März-Menü war eine Papaya gefordert. Nun find ich Papayas jetzt geschmackstechnisch nicht so aussagekräftig. Allerdings hatte ich irgendwas im Hinterkopf, dass sie als natürliche Fleischzartmacher eingesetzt werden können. Deshalb hab ich bisschen recherchiert - und tatsächlich. Das in der Papaya enthaltene Papain, das vor allem in unreifen Früchten und den Kernen vorkommt, ist ein eiweißspaltendes Enzym und hat dadurch genau die oben genannte Wirkung. Außerdem sind die Kerne essbar und sollen eine pfeffer-ähnliche bzw. kapuzinerkresse-ähnliche Schärfe besitzen.

Na - dass macht das ganze dann ja doch wieder ziemlich spannend. Bei unserem G'miasdandla (O-Ton Süd für Gemüsehändler) habe ich eine wunderbar reife, halbe Papaya erstanden und dann ging es ans Experimentieren. Ich würd sagen: Experiment gelungen - zur Nachahmung empfohlen.

Papaya-Chicorée-Salat mit Feta und Hähnchenbrust
2 Hähnchenbrüste
1/2 Papaya mit Kernen
Öl
Chiliflocken
Zitronenschale
Salz

2 Chicorée
150 g Feta
- gerne einen würzigen, nicht abgepackten -
Olivenöl

Bereits am Vorabend werden die beiden Hähnchenbrüste in die Marinade gelegt. Dazu etwa 1/4 bis 1/3 des Papaya-Fruchfleisches aus der Schalenhälfte schneiden und mit einer Gabel zermantschen. Mit 1-2 TL zerdrückten oder gehackten Papayakernen, Chiliflocken, Zitronenschale und Salz kräftig abschmecken und mit Öl so schlonzig rühren, dass die Hähnchenbrüste - mit oder ohne Haut wie es beliebt - damit gut eingestrichen werden können. Über Nacht im Kühlschrank marinieren.

Am nächsten Tag die Hähnchenbrüste im Grill garen. Wir haben dazu unseren Tischgrill verwendet, aber das geht auch sicher im Ofen oder auf dem echten Grill. Das Fleisch auskühlen lassen und vor dem Anrichten auf dem Salat in dünne Scheiben schneiden.

Für den Salat die restliche Papaya ohne Schale würfeln. Den Chicorée in Streifen schneiden, den Feta ebenfalls würfeln. Papaya, Feta, Hühnerbrust-Scheiben und Chicorée auf einer Platte oder gleich auf Portionstellern anrichten. Mit Salz und zerstossenen Papayakernen würzen und mit Olivenöl beträufelt servieren.

Für 4 Portionen 

Wir haben zwar bei diesem Gericht Papayakerne verwendet haben, aber in der Papayahälfte waren noch viel mehr Kerne vorhanden. Viel zu schade zum Wegwerfen!

Papaya-Pfeffer

Papayakerne auf einem Küchentuch ausbreiten und auf der Heizung oder auf dem Ofen trocknen. Die Häutchen, die die Kerne umgeben, abrubbeln. Die Kerne können wie Pfefferkörner verwendet werden.

Kommentare

  1. sehr interessant!! danke für die Anregung,
    und die Marinade wird nicht weiterverwendet, oder?
    lg

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  2. Hallo Friederike,
    ja - ich find es auch immer spannend, sich näher mit Lebensmitteln zu beschäftigen. Ziemlich viele haben da eine Überraschung bereit.
    Zu Deiner Frage: Ja, die Marinade haben wir nicht weiterverwendet.
    Lieben Gruße Sylvia

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  3. Klingt super lecker Sylvia!
    Das werde ich gerne ausprobieren.
    Viele Grüße von Renate

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