Forsythie light

Für viele Leute ist die Forsythie unter den Sträuchern das Symbol für den Frühling. Gaggerlgelb knallt sie ihre Blüten raus. Mir ist das bisschen too much - nein, um ganz ehrlich zu sein, ich mag Forsythien nicht. Zumindest nicht die hochgezüchteten Sorten, die hier allerorts in den Gärten und Parks stehen. Dabei handelt es sich meist um den Kultur-Hybriden Forsythia x intermedia, deren Eltern-Arten aus Asien kommen. Wie Plastikblumen wirken die Sträucher bei uns seltsam deplatziert - find ich. Und offensichtlich bin ich mit meiner Meinung nicht allein, denn die meisten Insekten meiden den Strauch ebenfalls.

Mein Lieblings-Frühlingsblüher-Strauch ist die Kornelkirsche (Cornus mas). Sie blüht in der Regel sogar noch vor der Forsythie, auch gelb, aber ungleich zarter.  Wie gelbe Schleier stehen die Büsche in naturnahen Pflanzungen und Hecken.
Die pollen- und nektarreichen Blüten des heimischen Strauches sind oft die erste Nahrung für Honig- und Wildbienen. Aber auch die Blätter, Triebe und Früchte werden von allen möglichen Wildtieren - von Reh und Feldhase über Bilche bis zu verschiedenen Vögeln - gerne genommen.

Das Foto des Monats
Auch ich versuche immer etwas von den Früchten abzubekommen, die herb-fruchtig schmecken und erst richtig reif sind, wenn sie rot-glasig werden. Allerdings sind sie in diesem Zustand schwierig zu finden, denn meist sind Vögel schneller. Nichts desto trotz werde ich auch diesen Herbst wieder versuchen, reifer Kornelkirschen habhaft zu werden. Denn damit lassen sich lecker Sachen anstellen. :-P

Kommentare

  1. Irgendwo hatte ich gelesen das man aus den Blüten Tee machen kann , leider weiß ich nicht mehr wo das war . Die Kornelkirschen sind mir auch lieb .

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