Flecht-Werk

Wenn man sonst nichts zu tun hat und vom Schnitt der Sträucher noch jede Menge elastischer Ruten auf dem Rasen liegen, dann kann man doch daraus auch etwas Nettes basteln.
Es ist keine eigene Idee. Gesehen hat die Frau Krautgärtnerin dies in einer der Zeitschriften unseres Verlages. Und da ich gerade etwas "Rücken" habe und zudem ein Mann bin, habe ich mich entspannt hingesetzt und ein paar von den Ruten des roten Hartriegel verarbeitet ;-)
 
Vier gleichlange, elastische Ruten in der Mitte kreuzweise mit Blumendraht fixieren. Dann die Enden oben überkreuzen und ebenfalls mit etwas Blumendraht zusammenbinden. Dann kann die Fummelarbeit mit der Hanfschnur losgehen. Anfangs habe ich mich noch an die Gebrauchsanweisung gehalten und den Faden um die Ruten geflochten. Alle zwei Reihen eine Rute überspringen, damit es stabiler wird. Schnell bin ich aber zur Überzeugung gelangt, dass der vorhandene Faden so dafür nicht ansatzweise reichen würde. Also habe ich die Schnur jeweils einmal um jede Rute gewickelt und weiter zur nächsten. Immer schön im Kreis.
Etwa in der Mitte wird ein Querstab eingefügt, damit ein Einflugloch entsteht. Diesen Stab auf der Breite der gewünschten Öffnung umwickeln, damit das Gebilde sich hier nicht zusammenziehen kann.
Dann immer von der Öffnunge vor und zurück, hin und her, vor und zurück - dabei kam mir schon der vage Verdacht, dass die Hanfschnur auch so nicht reichen würde - egal, hin und her, vor und zurück...
... bis das Loch hoch genug ist. Dann wieder ganz normal rundherum bis oben hin weiter flechten. Tja - und ich hatte recht. Der Faden ging dann doch aus. Aber ich hatte keine Lust, in den Baumarkt zu fahren. Da hat wiederum die Frau Krautgärtnerin ein rotes Dach aus einem Wollrest vorgeschlagen.
Das Ergebnis sieht ganz urig aus *find* Aber ob da jemals etwas drin brütet oder sonst wie einzieht, keine Ahnung. Denn irgendwie schaut es auch etwas zugig aus.

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