Erd-Holler an Tomate

Erd-Holler: so nennt man ihn in Österreich, und - ohne dass es mir je aufgefallen wäre - es ist so passend. Denn die Blätter des Giersch haben wirklich ganz deutlich Ähnlichkeit mit denen des Holunder. Aber außer, dass man mit beiden Pflanzen  kulinarisch so einiges anstellen kann, haben sie botanisch nicht allzu viel gemein. Ach doch - sie beide sind mit ordentlich Durchsetzungskraft gesegnet.

Noch spitzt der Giersch nur ganz vorsichtig aus dem Boden. Und wer jetzt meint, den rupf ich halt jetzt mal so raus, dann ist das Problem beseitigt... hmm, ich will Euch nicht desillusionieren... da lacht der Giersch nur drüber, der treibt aus jedem kleinen Wurzelstückchen neu aus. :-/ Deshalb verfolgen wir an der einen Giersch-Einfallstelle in unserem Garten jede einzelne Wurzel bis zum bitteren Ende und essen das Grün auf. Wohl wissend, dass wir nächstes Jahr ganz sicher wieder welchen ernten  können. ;-)

Das Rezept des Monats
Penne mit Tomaten-Giersch-Sauce
1 kleine Zwiebel
Olivenöl
1 Dose Tomaten
- oder selber eingekochte :-) -
2 Handvoll junge Giersch-Blätter
einige Bärlauch-Blättchen
1-2 EL Oliven
- einfacher ohne Stein -
Salz & Pfeffer
Birnendicksaft
- oder schlicht bisschen Zucker -
250 g Penne
Parmesan

Zwiebel fein würfeln und in etwas Olivenöl andünsten. Die Tomaten zugebeben, ggf. etwas zerdatschen und ca. 30 Min. köcheln lassen, dabei schon mal mit Salz, Pfeffer und etwas Birnendicksaft abschmecken.

Inzwischen Giersch und Bärlauch waschen, trockenschleudern. Giersch von den festen Stielen befreien und mit dem Bärlauch fein hacken. Die Oliven - ob schwarz oder grün, je nachdem was ihr lieber mögt - ebenfalls im hacken. Die Penne in reichlich Salzwasser al dente kochen.

Die Kräuter und die Oliven unter die Tomatensaue heben und nochmals abschmecken. Sofort mit den Nudeln servieren. Dazu frisch geriebenem Parmesan reichen. 

 Für 2 Portionen

Kommentare

  1. Sehr feines Freßchen!
    Ich habe mir erlaubt, noch ein paar eingelegte Tomaten mit reinzuwerfen.
    Seit wir den Giersch nicht mehr ausrupfen, sondern aufessen, scheint er tatsächlich weniger zu werden...

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  2. Man darf alles ;-) Kann mir vorstellen, dass das schmeckt

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