Schön scharf

Tomaten mit einem Messer zu schneiden, das nicht wirklich scharf ist, macht nicht nur den Tomaten keinen Spaß. Auch uns geht die Küchenarbeit mit den richtigen und vor allem mit scharfen Messern viel besser von der Hand.

Aber irgendwann sind auch die besten Klingen stumpf. Bei genauem Hinsehen sieht man es :-)
Tiefe Kerben zeugen von harter Arbeit. Es gibt unendlich viele Hilfsmittel und Werkzeuge mit großen Versprechungen. Aber mit vielen dieser Helferlein richtet man größeren Schaden an, als dass die Messer scharf werden. Ich bin inzwischen auf eine ganz einfache und preiswerte Lösung umgestiegen - Nassschleifpapier
Das habe ich in verschiedenen Körnungen mit Doppelklebeband auf ein Stück Hartfaserplatte geklebt. Die wiederum mach ich mit einer Zwinge am Küchentisch fest, etwas Wasser drauf und los geht's.
Erst die groben Schmarren rausschleifen und dann immer feineres Papier nehmen. 800er Körnung reicht für den Hausgebrauch. Allerdings haben Messerklingen je nach Verwendungszweck unterschiedliche Winkel. Je flacher der Winkel, desto schärfer, aber auch schneller wieder stumpf. Der Schleifwinkel eines Kochmessers beträgt üblicherweise etwa 10 bis 13° (= Schneidewinkel 20 bis 26°).
Um den richtige Schleifwinkel zu treffen, kann man die Schneidfase (= der geschliffene Teil der Klinge) mit einem wasserfesten Stift einfärben. Wurde die Farbe über die gesamte Messerlänge abgeschliffen, hat man den richtigen Winkel getroffen. Aber man bekommt ziemlich schnell Übung darin und man braucht die Markierung gar nicht mehr.
So plan sieht die fertig geschliffenen Klinge aus. Und schon kann es weitergehen. Das Messer gleitet ohne Druck durch Tomaten. Das weiß inzwischen auch die Frau Krautgärtnerin zu schätzen - denn scharfe Messer sind erst mit mir in ihre Küche eingezogen.

P.S. Auch gute Gartenscheren mit abnehmbaren Klingen kann man so schleifen :-)

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