Krautkrapfen in Rot

Krautkrapfen... Krautkrapfen... liebe Leudz, mit fällt echt keine Einleitung für diese Krautkrapfen ein. Was soll ich schreiben? Krautkrapfen sind ehrliche, deftige Arme-Leute-Küche, schnörkellos und wunderbar wärmend. Da gibt es nicht viel zum Schreiben.
Die Bilder dafür hab ich auch schon zwei Jahre im Kasten. Ich warte eigentlich nur auf eine passende Gelegenheit für die Veröffentlichung. Und dann macht Eva von evchenkocht.de dieses wunderbare Blog-Event CXVI - German Krautköpfe.
Blog-Event CXVI - German Krautköpfe (Einsendeschluss 15. Februar 2016)
Na, wenn Krautkrapfen mal nicht deutsch sind. Aber so was von deutsch - einfache, traditionelle schwäbisch-allgäuerische Hausmannskost. Das ist sie! Die passende Gelegenheit, Euch dieses Rezept vorzustellen und ans Herz zu legen.
Einen kleinen un-traditionellen Schnörkler hab ich aber dann doch noch in der Hinterhand. ;-) Statt gekauftem "normalem" Sauerkraut haben wir selbst eingelegtes Sauerkraut verwendet, das wir aus Blaukraut hergestellt haben. Wobei ich hier tatsächlich die norddeutsche Begriffs-Variante Rotkohl vorziehe, denn durch die Säure der Milchsäure-Bakterien hat dieses Sauerkraut eine nahezu unglaubwürdige Pinkigkeit. Leider geht diese Farbe beim Kochen wieder etwas verloren.
 
Krautkrapfen in Rot

Nudelteig
200 g Mehl
2 Eier
1/4 TL Salz

Füllung
500 g Sauerkraut
- für den besonderen Touch: Rotes Sauerkraut -
1 kleine Zwiebel
Schmalz
Salz & Pfeffer
250 g roh geräuchertes Wammerl
- oder Paprika-Speck von der Wildsau, davon braucht man aber nicht so viel -

Zum Aufgießen
Fleisch- oder Gemüsebrühe
- oder einfach Wasser mit 2-3 TL Suppengrün-Paste -

Die Teigzutaten zu einem festen, aber doch geschmeidigen Nudelteig zubereiten und ruhen lassen.
Zwiebel würfeln, Schmalz erhitzen und darin andünsten. Das Sauerkraut und evtl. etwas Flüssigkeit zugeben und bei kleiner Hitze 20 Min. dünsten. Mit Salz und Pfeffer abschmecken, dabei aber mit dem Salz vorsichtig sein: der Speck bringt auch noch Salz mit. 

Wer mag, kann das Sauerkraut  noch mit Kümmel, Wacholderbeeren oder so abschmecken. Da unser selbst eingelegtes Sauerkraut bereits mit Wacholderbeeren und Apfel gewürzt ist, verzichten wir darauf.
Dann das Sauerkraut auf einem Sieb abtropfenlassen, dabei den Sud auffangen. Wammerl fein würfeln.

Nudelteig in vier Teile teilen und mit der Nudelmaschine zu dünnen Platten ausrollen. Jeweils ein  Viertel des Sauerkrauts und der Wammerlwürfel darauf verteilen. Teig aufrollen und jede Rolle einmal quer halbieren.

Mit der Schnittfläche nach unten nicht zu eng in einen Topf setzen; die Krautbrühe angießen. Mit Fleisch- oder Gemüsebrühe aufgießen, bis die Krautkrapfen gerade eben bedeckt sind. 
Deckel darauf geben und ca. 30 Min. garen. Das kann man entweder auf kleiner Flamme auf der Herdplatte oder im Backofen bei ca. 200° C tun. Danach den Deckel abnehmen und evtl. noch nicht aufgesogene Flüssigkeit verkochen. 

Es schadet den Krautkrapfen nicht, wenn sie - oben oder unten - etwas knusprig werden; manche braten die Krautkrapfen dafür auch extra vorher an.

Ich find ja, sie sehen eher wie Michelin-Männchen als wie Krapfen aus. Aber wichtiger als das Aussehen ist der Geschmack - und ich weiß ja nicht, wie Michlin-Männchen schmecken, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass sie besser schmecken als diese Krautkrapfen. ;-)

Für 2 Portionen.

Kommentare

  1. Hallo liebe Sylvia,
    vielen Dank - ich mag Kohl/Kraut in den vielfältigsten Formen auch sehr, daher freu ich mich, wenn das Thema so gut ankommt! Deine Krapfen find ich spitze! Und mit dem selbsteingelegten Kraut ein echtes Highlight! Danke für deinen tollen Beitrag!
    Liebe Grüße,
    Eva

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    1. Hallo Eva,
      das freut mich, dass Dir mein Beitrag gefällt :-)
      Viele Grüße
      Sylvia

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  2. Rotes Sauerkraut - das ist ein Knaller! Tolle Idee! Und ich glaube, ich mache diesen Winter auch mal (zum ersten Mal!) Krautkrapfen!

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    1. Hallo Rebekka, ja, probier es aus. Krautkrapfen schmecken echt lecker :-)
      Viele Grüße Sylvia

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