The first generation

Die Tomaten-Ernte ist bei uns in vollem Gange. Und damit ist es auch an der Zeit, die Pflanzen und Früchte aus unseren selbst selektierten und geernteten Samen zu beurteilen, die wir im Rahmen des HATO-Projekts geerntet haben. Hier könnt ihr mehr über den bisherigen Verlauf finden: *klick*

Grundsätzlich können die Tomaten über diesen Sommer nicht meckern. Trotzdem war er nicht ganz ohne Tücken. Der Mai war bei uns auch nach den Eisheiligen sehr kalt und so hatten unsere Tomaten nach Auspflanzen im Freien echte Startschwierigkeiten. In der darauf folgenden Hitze haben sie aber wieder alles aufgeholt. Braunfäule ist dieses Jahr nicht das Thema, sondern ausreichend Wasser ran schaffen.
Unsere Tomaten stehen an zwei recht verschiedenen Standorten: Die Cocktail-Tomaten stehen in Töpfen an unserer Holzwand zum Nachbarn. Die restlichen Tomaten stehen auf dem Acker mit Tomaten-Dächern darüber. Durch die Dächer müssen wir gießen, die Tomaten haben aber erstaunlich schnell Anschluss an das Grundwasser gefunden. Und so schaut es nun im Einzelnen aus:

Puchheimer Cocktail-Tomate - rot
Die Tomate macht wunderbar große Rispen mit kleinen roten Früchten, die relativ spät abreifen. Geschmacklich genau so, wie man es von roten Cocktail-Tomaten erwartet. ;-)

Puchheimer Cocktail-Tomate - orange
Die Rispen dieser Tomate sehen aus wie aus dem Laden, lang und gleichmässig mit ovalen Früchten behängt, die bei Vollreife satt orange sind. Die Schale der Früchte ist etwas dick, aber insgesamt sehr lecker.

Sonnen-Acker-Tomate
 
Die Tomaten aus diesem Saatgut sind etwas inhomogen, die Früchte schwanken in der Größe von  Salat- bis Fleischtomaten, zum Teil sogar an der gleichen Pflanze. Geschmacklich sind sie ausgesprochen lecker, leider zeigen sie jedoch fast alle einen grünen Kragen und neigen zum Platzen. Insbesondere, als es nach der langen Hitzewelle abkühlte und regnete, konnte man beim Platzen fast zugucken. :-( Mal schauen, ob und wie wir mit ihr weitermachen.

Krautgärtners Fleischtomate
Eine orange Fleischtomate, die ausgeprochen fein schmeckt, allerdings ein sehr harten, ausgeprägten Stilansatz hat. Außerdem steht die Größe und Stabilität der Tomatenpflanze im umgekehrten Verhältnis zur Größe ihrer Früchte. Die Pflanzen sind klein und schmächtig geblieben und nicht größer als 1 m - 1,5 m gewachsen. Eventuell sollten wir sie nächstes Jahr nicht ausgeizen? Mal sehen, was dann passiert.

Aprikosen-Tomate
 Letztes Jahr spontan und kurzfristig noch Samen abgenommen ist sie dieses Jahr die beste Tomate auf dem Acker. Kräftige Pflanzen, mittelgroße Fruchtrauben, gleichmäßig große Früchte, Geschmack sehr gut.

Die Neue: 
Krautgärtners Wildling
In einem unserer Cocktail-Tomaten-Töpfe am Gartenzaun hat sich diese kleine Tomaten-Pflanze selbst ausgesät, d.h. der Samen hat den letzten Winter im Freien überstanden und dann gekeimt. Inzwischen trägt sie kleine Früchte in aparter Flaschenform. Wenn sie es schafft, diese noch auszureifen, werden wir auf jeden Fall Samen nehmen.

Nachtrag Oktober 2015:
Die Pflanze hat es tatsächlich bis zur Reife geschafft, aber der Geschmack war mehr als mäßig, die Schale dafür um so dicker. Nein - wir haben uns gegen eine Samen-Abnahme entschieden.
 

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