Getreide-Ernte en miniature

Eigentlich sollte die Popp-Gerste nur das Stützgerüst für unsere Linsen sein. Solche Mischkulturen gab es angeblich schon seit der Steinzeit. Nur leider habe ich mich wohl beim Verhältnis Gerste zu Linsen vertan. Die Gerstenkörner sind fast alle aufgekommen und haben schon bald den kleinen Linsenpflänzchen keinen Platz und kein Licht mehr gelassen. Aber die Gerste ist gut gewachsen. Anfang August haben wir die Ähren dann geerntet. Einen Mähdrescher brauchten wir nicht. :-) Unter der Gerste hatten doch noch vereinzelt kleine Linsen überlebt. Leider ohne Früchte.
Die Ähren haben wir dann noch eine Weile auf unserem Dachboden zum Nachtrocknen ausgelegt. Jetzt stellte sich die Frage nach dem Dreschen!? Laut Internet bei Gerste ganz einfach. Also hab ich sie mit einer Holzlatte verprügelt – ohne großen Erfolg. Zu guter Letzt habe ich die Sache in die Hand genommen und habe sie mühevoll geknetet und gerebbelt.
Stunden später hatte ich 500 Gramm aus den Ähren brefreit, gesiebt und ausgeblasen und die Spreu
 
 vom Weizen... äh... der Gerste getrennt.
Ein gutes Pfund Popp-Gerste haben wir nun in unserem Vorratsschrank stehen. Wie immer man die auch poppt. Die Versuchs-Reihen gehen also weiter - wir werden berichten.

Die Frage, ob sich der Getreideanbau im Garten wirtschaftlich lohnt, darf man wohl eher nicht stellen. In Zukunft werden wir es wohl wieder den Landwirten überlassen. *lach*

Das Foto des Monats
Aber jetzt wissen wir auch hier, wieviel Arbeit früher hinter der Arbeit der Bauern gesteckt hat.

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