Acker-Freud und Leid

Die lange Hitzeperiode hat auf dem Acker deutlich ihre Spuren hinterlassen. So viel Wasser, wie die Pflanzen benötigt hätten, haben wir gar nicht ranschaffen können. Selbst der Gewitterregen am Tag unserer Heimkehr aus Frankreich war am nächsten Tag komplett vom Boden aufgesogen. Dieses Jahr haben wir keinen Acker-Dschungel, sondern eher eine Acker-Steppe - mit Freud und Leid zugleich.
Wie hier auf dem Fenchel. Im Mai ist der Fenchel von den Schnecken fast ausgerottet worden, die drei Überlebenden fangen nun in der Hitze an, Blüten zu bilden - statt dicker Knollen. Dafür hat der Herr Krautgärtner auf dem Fenchel-Laub diese prächtige Raupe des Schwalbenschwanz (Papilio machaon) gefunden, die bevorzugt an Möhren, Fenchel und Dill frisst. Wir haben nun beschlossen, den Fenchel einfach für sie stehen zu lassen.
Über diese Mitesser freuen wir uns dagegen nicht so sehr. Wühlmäuse in den Kartoffeln und das nicht zu knapp. Mal sehen, wieviel Erdäpfel sie uns über gelassen haben - zumal die Ernte wegen der Hitze eh nicht allzu üppig sein dürfte. Naja - wir müssen zum Glück nicht davon leben. ;-)
Der einzelne Butternut-Kürbis hat nun beschlossen, doch noch Früchte zu bilden. Schon an den kleinen Früchten kann man die typische Glockenform erkennen. Ich hoffe, der Herbst wird warm und lang, damit sie noch gut ausreifen können.
Die Zwiebeln dagegen fanden das Wetter der letzten Wochen prima. Sie sind dick und rund geworden und haben schon freiwillig angefangen einzuziehen. Da jetzt für die nächste Woche Regen angesagt ist, haben wir sie letztes Wochenende komplett gerodet.
Ein ganzer Fahrrad-Anhänger voller Zwiebeln. Hatten wir die letzten Jahre immer zu wenig Zwiebeln, sind es dieses Jahr fast ein bisschen viele. *lach*  Jetzt liegen sie erstmal zum Nachtrocknen auf dem Dachboden.

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