Ein ver(d)rücktes Huhn

Richtig saftiges Hähnchen vom Grill - was für ein Genuss. Aber wie bekommt man das ohne Drehspieß (oder Bierdose) hin?
Die Antwort darauf haben wir zufällig in einem älteren Kochbuch über die Südstaaten-Küche entdeckt. Die Hähnchen werden einfach platt gemacht! Okeeey - unser Grill ist nicht ganz sooo groß. Wir begnügen uns mit einem Huhn. ;-)
Plattes Huhn vom Grill

1 Brathähnchen
- unseres war ziemlich groß und hatte 2 kg -
Ingwer-Honig-Marinade
- siehe hier unten -
Apfelholz-Schnitze
-  gewässert -
Grill mit Deckel und Grillkohle

Also - man nehme ein Hähnchen vom benachbarten Bauern. Das wird dann ungewohnterweise mit der Geflügelschere auf dem Rücken aufgeschnitten und auf der Arbeitsplatte plattgedrückt. Was ich auf jeden Fall ästhetischer finde, als ihm eine Bierdose hinten rein zu schieben, wie es aktuell in Mode ist. ;-)

Damit es so flach bleibt, werden zwei Schaschlikspieße seitlich unter den Flügel und den Keulen durchstochen. Jetzt wird das Hähnchen rundherum mit der Barbecue-Gewürz-Mischung eingerieben.
In der Zwischenzeit den Grill einheizen. Der Grill sollte einen großen Abstand (40 cm) zwischen Kohle und dem Grillrost sowie einen Deckel haben. Wenn 120° C erreicht sind, kommen auf die Kohlen dann noch ein paar vorher gewässerte (Apfel-)Holzschnitzel. In unserem Fall die kleingehackten Reste vom Baumschnitt. Dann kommt das Hähnchen drauf und wird so bei 120° C im Rauch eine Stunde gegart.

Deckel drauf und ein Bierchen trinken. Das platte Huhn ein-, zweimal wenden. Gegen Ende der Garzeit das Vögelchen mit einer Ingwer-Honig-Marinade bestreichen. So bleibt das Fleisch super saftig.
Von unserem dicken Vogel sind an diesem Abend die Brüste übrig geblieben. Das war geplant und erhofft, denn das Geflügelfleisch schmeckt auch kalt ganz wunderbar.

Und hier jetzt noch das Rezept für die

 Ingwer-Honig-Marinade

1 haselnuss-großes Stück Ingwer
1 Knoblauchzehe
1 EL Honig
1 EL Sojasauce
1-2 EL Rapsöl
1 EL Weißwein-Essig
1-2 TL Sherry

Ingwer schälen und fein reiben, Knoblauch schälen und dazupressen. Mit Honig, Sojasauce, Rapsöl, Weißwein-Essig und Sherry verrühren. Einsatzbereit.

Kommentare

  1. "vom benachbarten Bauern"..... - hmmm daran muss ich wohl noch arbeiten :-)
    Aber besteht eine Chance, dass Ihr mir den Namen vom Südstaatenkochbuch verratet? Ich liiieeeebe Südstaatenküche und Südstaatenakzent und überhaupt.
    Herzliche Grüße, Angela

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    1. Hallo Angela,
      *räusper* bevor hier ein falscher Eindruck entsteht: wir haben das Huhn nicht nur genommen, sondern auch bezahlt *lach* Zu dem Buch: Es heißt einfach "Südstaatenküche" von Marjie Lambert, erschienen im Könemann-Verlag im Jahr 1997 - ich schätze es ist schon antiquarisch ;-)

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    2. Vielen Dank für den Titel! Die Autorin kenne ich. Von der habe ich ein Salsa-Kochbuch.

      Ich wollte übrigens nie unterstellen, dass Ihr das Huhn nicht bezahlt habt ;-) Die Betonung lag auf der bäuerlichen Nachbarschaft, die mir völlig fehlt. Muss mal mit meinem Pferdemistlieferanten über Hühner reden ....

      Viele Grüße, Angela

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    3. Der Herr Krautgärtner hatte Bedenken, dass das mit dem Huhn nehmen so klingen könnte. *lach*
      Aber ein Pferdemistlieferant (in der Nähe?) ist ja auch nicht zu verachten :-)
      Lieben Gruß Sylvia

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  2. schönes Rezept und den Tipp mit den Spießen im Huhn nehme ich mir mit!!
    lg

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    1. Hallo Friederike,
      vielen Dank und schön, dass Du was von unserem Blog mitnehmen konntest :-)
      Lieben Gruß Sylvia

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