Frühlings-Wald

Endlich ist er da, der Frühling. Sonne satt und die Bäume und Blumen platzen förmlich auf, entfalten Blätter und Blüten, strecken sie der wärmenden Sonne entgegen. So wie wir Menschen. Schätzen wir im Sommer die Kühle des Waldes, so ist uns jetzt nicht nach Schatten - wir wollen die Sonne ungefiltert genießen.
Dabei hat der Frühling im Wald für mich immer etwas zartes, zauberhaftes, elfenhaft-verspieltes. Die dunklen, verlässlichen Stämme, die allen Widrigkeiten des Jahresverlaufs unbeeindruckt und unverändert trotzen, umspielt von zarten Grün. Ein Grün, das genährt wird von den Sonnenstrahlen, die im Frühling noch ihren Weg durch das Blätterdach finden.

Das Foto des Monats
Den Boden streicheln und die nächste Generation Blätter und Nadeln erwecken. In einer Zerbrechlichkeit, die man den stattlichen Baumgestalten gar nicht zutraut.
Prahlt der Frühling auch auf den Wiesen mit knallgelbem Löwenzahn und greift dort kräftig in den Farbtopf, bleibt er im Wald immer pastellig, durchscheinend. Wie ein leiser Hauch, der in das kraftvoll gedeckte Dunkelgrün der Wälder hineinweht.
Aber vielleicht empfinde nur ich das so. Ich, deren Name Sylvia lautet. 
Sylvia, die aus dem Wald kommt.

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