Neubauwohnung bezugsfertig

Nun wohnen wir hier schon einig Jahre in dem Häuschen mit dem kleinen, idyllischen Garten. Die Vögel sind sehr gut über den Winter gekommen – so richtig kalt war es ja nicht. Die Frühlingssonne lässt die ersten Blüten sprießen und regt die Vögelchen an, etwas zur Erhaltung ihrer Art zu tun. Eine Amsel (Turdus merula) hat ihr Nest wieder in der Kletterhortensie (Hydrangea petiolaris) gebaut.
Richtig gut getarnt sitzt die Frau Amsel in ihrem neuen Nest. Und dank unseres neuen, gebrauchten Tele-Objektivs *freu* musste ich gar nicht nah ran, sondern konnte das Bild von der Terrasse aus schießen.

Aber was ist mit den Höhlen- und Halbhöhlenbrütern? Die Dachstühle in der näheren Umgebung sind hermetisch gegen unerwünschte Eindringlinge wie die Spatzen abgedichtet, und alte Bäume mit Spechtlöchern werden auch immer weniger. So habe ich aus den vom Aquarien-Unterbau übrig gebliebenen Brettabschnitten auf die Schnelle ein Einfamilienhäuschen gezimmert.
Viel Werkzeug braucht es nicht.

Eine Stichsäge und ein Forstnerbohrer reichen für den Neubau. Je nach Vogelart sollte das Einflugloch unterschiedlich groß sein. Ich habe aber nur einen 35 mm Forstnerbohrer - genau das Maß für die Spatzen :-) Nachdem der Nachbar die Befürchtung geäußert hatte, dass sich die Vögel an dem ungeschliffenen Kanten einen Schiefer einziehen könnten (für Nichtbayern – einen Holzsplitter unter die Haut pieksen), habe ich die Kanten und das Einflugloch noch schön abgeschliffen
 
 Zum Putzen im kommenden Frühjahr habe ich die Vorderseite zum Aufklappen konstruiert.

Aufgehängt habe ich den neuen Kasten auf der dem Wetter abgewandten Seite in dem Apfelbaum mit der Ramblerrose. So dürfte auch ungebetener Besuch durch Katzen oder Marder ausgeschlossen sein.

Fertig – gerade noch rechtzeitig. Vielleicht bastel ich noch ein Schildchen:
 
Erstbezug sofort möglich
mietfrei ohne Provision und Kaution :-)

Ja, ich weiß – das Frontbrett mit der Maserung quer gefällt mir auch nicht so. Aber mehr an Resten war einfach nicht da.

Kommentare

  1. Wir haben von der Küche aus den Nestbau von Familie Amsel beobachtet. Wenn man die Menge an Material sieht, das die da ins Efeu geschleppt haben, dann vermute ich , dass sie ein5 stöckiges Hochhaus da rein gezimmert haben. :-) Liebe Grüsse Tellerränder

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    1. Hallo Teller,
      danke für das wunderbare Kopfkino - ich seh jetzt traumhafte, mehrstöckige Amsel-Villen vor meinem inneren Auge. :-)
      Ganz liebe Grüße
      Sylvia

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