Warum eine Fisch-Frikadelle kein Pflanzerl sein kann

Für Frikadellen gibt es allein im deutschsprachigen zahlreiche regionale Ausdrücke - Bulette, Klops, faschiertes Laibchen usw. Die Frau Krautgärtnerin würde wohl Fisch-Pflanzerl daraus machen. Im Schwabenländle - wo ich fast 20 Jahre gewohnt habe - würde sie womöglich zum Fischküchle mutieren. Hört sich doch alles sch.... furchtbar an. *schüttel*. Die Fisch-Frikadelle ist an der Küste entstanden. Daher kann eine Fisch-Frikadelle nur Frikadelle heißen. Mit dieser Argumentation konnte ich mich als geborener Fischkopf in unserem bayerischen Haushalt durchsetzen. Hört sich wirklich besser an und schmeckt auch super - zumindest dieses Rezept hier.
Zu den Frisch-Frikadellen schmecken Möhren untereinander sehr gut. 

Fisch-Frikadellen

500 g gut gekühltes Fischfilet
- z.B. Kabeljau -
1/2 Bund Petersilie 
1 EL Butter 
2 altbackene Semmeln 
2 Eier 
Salz & Pfeffer 
ein paar Brösel Peperoni, getrocknet
2 EL Butterschmalz 
2 EL Butter

Die zwei Brötchen vom Vortag in kaltem Wasser einweichen. Die Schalotten in sehr kleine Würfel schneiden. Glatte Petersilie fein hacken. Die Schalotten in der Butter glasig dünsten und die Petersilie untermischen. Abkühlen lassen.

Das gut gekühlte Fischfilet durch den Fleischwolf drehen oder in der Küchenmaschine fein pürieren. Die Brötchen gut ausdrücken, mit zwei Eigelben, einem Eiweiß sowie den Gewürzen gut abschmecken und zu einem glatten Teig rühren. Mit nassen Händen Plätzchen formen und vor dem Braten nochmals gut kalt stellen.

In 4-6 Minuten einmal wenden und goldbraun braten. Das Bratfett abgießen und die Butter in kleinen Stücken in die Pfanne geben. Gut aufschäumen lassen und die Frikadellen damit begießen.

Das Rezept ist für 4 Portionen.

Und falls welche übrig bleiben:
Sie schmecken auch kalt aus der Hand sehr lecker. :-P

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