'ne schnelle Nummer

Stricken ist für mich eine Winter-Beschäftigung. Wenn die Abende länger werden und im Ofen das Feuer knistert, dann bekomme ich Lust auf Handarbeiten. Warum das so ist, weiß ich nicht - es ist ja auch nicht wirklich wichtig. Es ist einfach so und dann mach ich mich auf die Suche nach einem attraktivem Woll-Objekt. Dieses Jahr wollte ich endlich einen Schulterwärmer oder so was in der Art stricken. Hängen geblieben bin ich bei diesem asymmetrischen Poncho, zu dem der Krautgärtner-Sohnemann anmerkte, als er ihn in Produktion sah: "Das passt doch gut zu Deinem Kleider-Stil." Ich hab das jetzt mal als Kompliment genommen ;-)
Wolle und Anleitung hab ich zusammen bestellt und die Ware war innerhalb von zwei Geschäftstagen da - da kann man wirklich nicht meckern. Wunderbar kuschelige Wolle mit knapp 70% Alpaka-Anteil. Und nachdem ich dann endlich die richtige Nadelgröße beschafft hatte, ging auch das Stricken ratz-fatz.
Ich hab das ganze Stück in 14 Tagen geschafft und ich bin jetzt nicht die Turbo-Strickerin. Noch schneller geht es wahrscheinlich, wenn man seiner Strickprobe auch glaubt. Und wenn nötig, die Strickprobe mit einer Nadelnummer größer wiederholt - oder einer Nummer kleiner. Je nachdem, ob man nun enger oder lockerer strickt. So kann spart man sich die Mühe, einen halben verstrickten Wollknäuel wieder aufzuribbeln, weil man sich erst dann davon überzeugt hat, dass es wirklich nicht hinhaut... :-/
Der Poncho ist im Grunde ganz einfach gestrickt - ein großes Rechteck mit vier Reihen bzw. vier Maschen Perlmuster drum rum. Dann klappt man das Rechteck an der kurzen Seite um und näht zwei Teilkanten zu. Noch ein paar Perlmutt-Knöpfe  zur Zierde drauf - zum Glück hatte der Herr Krautgärtner ein paar über gelassen. Fertig :-)

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