Immer an der Wand lang

oder der Apfel fällt nicht weit vom Stamm.
Das alte Aquarium war erheblich in die Jahre gekommen und musste beim Wohnzimmer-Umbau weichen. Eigentlich wollten wir kein neues mehr haben. Aber der Krautgärtner-Sohnemann fand, dass hinter das Sofa unbedingt wieder ein Aquarium hin sollte. Und hat uns mit der Aussage geködert, dass er beim Einbau gerne helfen würde. Da haben wir uns anstecken lassen. Allerdings gibt es 1,80 m  lang und nur 17 cm tief und 35 cm hoch so nicht zu kaufen. 
Also habe ich mal rumgehorcht. Hat etwas gedauert. Aber dann habe ich nach einer Entäuschung im Baumarkt die Firma Aquarienbau Graf im Internet gefunden. Kompetent, unkompliziert und deutlich preiswerter als erwartet. Zwei Wochen später stand das gute Stück nach Maß gefertigt bei uns in der Garage.
Aber es brauchte ja auch einen Unterbau, der das Gewicht aushält. Also erstmal einen Plan gemacht und dann in den Baumarkt. Der Schreiner dort hat mein Geschreibsel sofort verstanden - auch wenn Frau Krautgärtnerin das bezweifelt. ;-)
 
Für den Aufbau war dann der Ideengeber Krautgärtner-Sohnemann zuständig. Das Ganze ist ziemlich simpel gehalten - verschwindet der komplette Unterbau ja eh unsichtbar hinter der Couch. 
Unter ein einfaches Fichtenleimbrett wurden fünf weitere Bretter als Streben geschraubt. Zusätzlich wurde diese Konstruktion mit Winkeln an der Wand befestigt. Na klar - in einem alten Haus ist der Fußboden nicht gerade. Das brauchte etwas Tüfftelei, aber wir haben es hingekriegt. Denn ein Aquarium muss im Wasser stehen, sonst läuft's ja aus. ;-)

Gut, dass die Frau Krautgärtnerin während der Zeit in der Arbeit war und nicht alles von dem Chaos gesehen hat. Aber am gleichen Abend stand das Aquarium schon auf dem Unterbau und am nächsten Tag konnten wir mit der Einrichtung beginnen. 
Als Filter haben wir uns für einen gebrauchten Außenfilter entschieden, den Sohnemann übrig hatte. Ein Innenfilter oder ein Hamburger Mattenfilter kamen wegen der Länge des Beckens nicht in Frage. Als Untergrund habe ich mich spontan für schwarzen Kies entschieden, denn den hatte ich noch vom letzen Aquarium aufbewahrt. Kann man vielleicht ja wieder gebrauchen :-)

Erstaunlicherweise haben es zwei Blasenschnecken (Physella acuta) über mehr als ein halbes Jahr geschafft, darin zu überleben. Die Steindeko besteht aus einer zertrümmerten Sandsteinplatte aus dem Garten. Nur die Pflanzen haben wir zugekauft. Da waren wir eher zurückhaltend - ist es doch wie im Garten: meist wird viel zu eng gepflanzt.
Und so sieht das Aquarium jetzt aus, die Pflanzen dürfen erstmal bisschen wachsen. Auf Fische muss es noch etwas warten, aber wir haben uns schon welche ausgeguckt.

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