Eine Badewanne voller Grünkohl

Die Saison auf dem Acker ist zu Ende. Der Acker soll demnächst gepflügt werden, und so musste auch der Grünkohl geerntet werden; obwohl er ja gern ein bisschen Frost gehabt hätte. Unabhängig davon ist er in diesem Jahr sehr gut geworden. Das wichtigste ist dabei, ihn zum richtigen Zeitpunkt zu pflanzen. Unserer ging Ende Juni als Jungpflanze auf den Acker.
Für zwei Personen sollte das doch über den Winter reichen. :-)

Also, jetzt aber ab damit nach Hause. Dort musste er noch eine Nacht in der Garage ausharren, bevor wir wir dazu kamen, ihn weiter zu verarbeiten. Da ich ja zu pragmatischen Lösungen neige, wurde der Kohl in der Badewanne abgeduscht und dann entstielt. Dazu werden einfach die Blätter mit der Hand vom Stiel gestreift.
Mit einem Wäschekorb voll Grünkohl geht es dann in die Küche. Denn nun muss er in Salzwasser blanchiert werden. Das entzieht dem Grünkohl einige seiner Bitterstoffe, und darauf sollte nicht verzichtet werden, sonst schmeckt Grünkohl nicht wirklich.
Unsere Küche ist für diese Aktion komplett ausgefüllt. Und der große 10l-Topf tut hier mal wieder gute Dienste - reduziert er doch deutlich die Blanchier-Chargen.

Den blanchierten Gröönkohl (ik komm ja ut'n Norden) abgießen, grob hacken, in vorbereitete, große Einkoch-Gläser geben und gut andrücken. Die Flüssigkeit soll über dem Kohl stehen, ggf. mit etwas  Wasser aufgießen. Dann die Gläser verschließen und im Einkochtopf 120 Min. bei 100°C einkochen.
 
Wer keinen Einkochtopf hat, kann den Grünkohl auch portionsweise einfrieren. So - wir sind vorbereitet. Die kalten Tage können kommen

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