Türkisch für Anfänger

Wenn man Gemüse selber zieht, passiert es nicht nur, dass mal eine Ernte komplett ausfällt - so wie dieses Jahr bei uns die Roten Rüben. Manchmal tritt auch das genaue Gegenteil ein und man steht plötzlich vor einer Unmenge an was auch immer. So geschehen bei uns letztes Jahr mit der Petersilie. Die Petersilie ist ja ziemlich als Diva verschrien, was ihr Keimverhalten und ihre Wuchsfreudigkeit angeht. Und diesem Ruf machte sie die Jahre zuvor alle Ehre. Deshalb hatte ich beschlossen, einfach mehr anzubauen. Offensichtlich habe ich sie damit beleidigt, denn  - wenn wundert's - ab sofort wuchs und wucherte sie, was das Zeug hielt und wir standen vor einem ernstlichen Petersilien-Verwertungs-Problem. Gut - ich gebe zu, ein Luxus-Problem, noch dazu eines, das mich geradezu dazu zwang, kreativ zu werden und neue Rezepte auszuprobieren. Ich war wirklich zu bedauern. *zwinker*

Petersilie als Blattgemüse war jetzt nicht so unser Ding, im Spätzle-Teig macht sie sich dagegen hervorragend und auch dieser türkische Petersilien-Salat hat uns überzeugt. Auch dieses Jahr sind wir wieder mit reichlich Petersilie gesegnet - offensichtlich ist der Knoten letztes Jahr geplatzt. ;-)  Und da Mone auf ihrem Blog für die MittwochsBox das Thema Türkei ausgerufen hat, war klar, dass der Petersilien-Salat diese Woche auf dem Speiseplan für die Lunchbox zu stehen hat. Am Abend super-schnell und easy-peasy zusammengebastelt und perfekt zum Mitnehmen, da er eh etwas durchziehen sollte.
Petersilien-Salat

100 g Bulgur
heißes Wasser
1 Bd. Petersilie
2-3 Zweige Pfefferminze
1 zu groß gewordene Einleg-Gurke
2 mittelgroße Tomaten
1 kleine, grüne Paprika
etwas Peperoni
Saft einer 1/2 Zitrone
3-4 EL Olivenöl
Pfeffer

Bulgur mit dem heißen Wasser übergießen, bis er bedeckt ist und 20-30 Min. ausquellen lassen. Inzwischen Petersilie, Minze und Peperoni fein hacken. Die Gurke schälen und wie die Tomaten und Paprika fein würfeln.

Den Bulgur abgießen, sofern nicht alles Wasser aufgesogen wurde. Mit dem Zitronensaft und Olivenöl anmachen, Kräuter und Gemüse unterheben und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Vor dem Servieren durchziehen lassen.
 
Nicht vergessen - vor dem Aufessen noch schnell fotografieren und bei Mones MittwochsBox Türkei einreichen. ;-)
wpid-Laenderkueche-Tuerkei-2014-09-4-07-00.jpg
Bei uns gab es zum Lunch noch unseren bewährten Weißkäse in Olivenöl. Und so haben wir uns trotz des doch schon reichlich herbstlichen Wetters nochmal in den Sommer oder in den Urlaub versetzt gefühlt.

Die Menge ergibt 2 Portionen

Kommentare

  1. Bei mir wollte die Petersilie auch lange nicht richtig. Letztes Jahr hatte ich dann auch Massen!
    Schlussendlich hab ich dann recht viel zu Chimichurri verarbeitet. Schön mit Öl bedeckt hält das ewig. Passt als Sößchen oder wenn man Fleisch vor dem Braten darin einlegen. Lecker! =)

    Der Salat liest sich sehr lecker! Und zu große Einlegegurken hab ich auch immer. =D

    Liebe Grüße,
    Sarah =)

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    1. Hallo Sarah,
      Chimichurri musste ich jetzt erstmal googeln, klingt aber ausgesprochen interessant und wirklich nach einer guten Petersilien-Überschuss-Verwertungs-Möglichkeit. Und wir haben immer noch ausreichend dafür auf dem Acker - wie schön :-P
      Lieben Gruß
      Sylvia

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  2. Petersilie im Blitzhacker schreddern und einfrieren... der Winter kommt. So mach ich das. Hier in BY wächst die glatte Petersilie deutlich besser als die krause, sie ist dem Wetter gegenüber deutlich toleranter und auch weniger Schädlings-anfällig. Übrigens säe ich Petersilie nicht aus (Balkon"garten"), sondern kaufe in der Gärtnerei "Petersilie pikiert", das sind so kleine Erdwürfel mit Pflänzchen drin, a 20 ct. Die kommen super. Meine Mutter lässt im Garten ihre Petersilie einfach wachsen, blühen und ausfallen (die Samen) - den Rest besorgt die Natur. Das sind natürlich keine exakt-deutsch-geraden Reihen, sondern Flecken hier und da (sie darf wachsen, wo sie will).

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    1. Guten Morgen,
      naja - auch zwei große Tupperboxen gehackte Petersilie in der TK wollen über den Winter verarbeitet werden ;-) Das mit dem Samen-Ausfallenlassen wäre meine Ideallösung - leider funktioniert das am Acker halt nicht, denn die Petersilie blüht erst im zweiten Jahr, aber der Acker wird jeden Winter umgepflügt. Außerdem bekommen wir jedes Jahr eine neue Parzelle zugelost.
      Aber ich setz eben seit letztem Jahr auch vorgezogene Petersilie, ich kauf sie halt nicht zu, sondern zieh sie selber vor - immerhin hab ich das mal gelernt ;-) Und in der "geschützten Saatschale" keimt die Diva sehr viel zuverlässiger als im Freiland. Insofern seh ich den kommenden Ackerjahren petersilien-technisch zuversichtlich entgegen. :-)
      Lieben Gruß Sylvia,
      die krauser Petersilie auch geschmacklich nichts abgewinnen kann ;-)

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  3. Gerade gemacht und für gut sehr gut befunden.

    Chimichurri musst du wirklich mal machen. Das wird euch lecker, lecker schmecken!!

    Grüßle
    Claudia, die der krausen Petersilie auch so was von gar nixx abgewinnen kann.

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    1. Das freut mich, dass es Euch geschmeckt hat.
      Und Chimichuri - wie immer man das auch ausspricht - steht ganz weit oben auf meiner Muss-ich-ausprobieren-Liste, jetzt noch weiter oben :-)
      Liebe Grüße
      Sylvia

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