Tomaten für's nächste Jahr

Wir haben uns entschieden. Vier Tomatenpflanzen haben wir nun ausgewählt und von diesen Samen gewonnen. Zwei Cocktail-Tomaten, eine rote und eine orange - beide sind trotz des verregneten Augusts nach wie vor ohne Braunfäule und geschmacklich voll in Ordnung. Vom Acker haben wir eine gelblich abreifende Fleischtomate; und diese klassisch, runde, rote Salattomate ausgewählt.
Zur Samengewinnung haben wir uns in der Fach-Literatur bisschen schlau gemacht. Dort wird folgendes empfohlen: Um bei Tomaten keimfähiges Saatgut zu gewinnen, sollte man den Samen  nicht einfach nur trocknen. Denn der Samen ist von einer keimhemmenden Hülle umgeben, die aber durch eine kurze Gärung leicht abgebaut werden kann. Dazu kratzt man die Samen mit dem Sabber drum rum einfach in ein Glas.
Dann gießt man das ganze mit etwas Wasser auf und lässt es zwei Tage warm stehen. Das Glas sollte nicht fest verschlossen werden, weil sonst die durch die Gärung entstehenden Gase nicht entweichen können. Ich hab einfach ein Gazetuch mit einem Gummi darüber befestigt.
Nach zwei Tagen gießt man das ganze Geschmodder in ein Sieb und braust es kräftig ab. Danach muss der Samen gründlich trocknen. Das funktioniert am besten auf einem Kaffeefilter.
Den getrockneten Samen bis zum nächsten Jahr sicher aufbewahren und vor allem das Beschriften nicht vergessen!
Bei uns werden ab nächstem Jahr diese Haus-Sorten wachsen - hoffentlich:
Ich bin schon sehr gespannt. :-)

Nachtrag vom 10.10.2014:
Wir haben noch von einer weiteren Tomate Samen genommen - denn als wir aus dem Urlaub retour kamen, stand sie noch immer in praller Gesundheit über und über mit orangen, süß-aromatischen Früchten behangen auf unserem Acker. Deshalb haben wir diese Haus-Sorte so getauft:

Kommentare

  1. Die Mühe musst Du Dir nicht machen. Tomaten sind aus der Gattung Unkrautartige. Ich kenne es (noch aus Opas Zeiten und aus eigener Erfahrung) so, dass man die Samen auf Zeitung oder (moderne Version) Haushaltspapier aufstreicht (mit der Matsche), von oben mit etwas Papier bedeckt und den Saft abtupft/aufsaugen lässt. Die so gewonnen Samen kommen auf frisches Papier zum Trocken und gut ist's.
    Ich ziehe meine Balkontomaten so.

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    1. Hallo liebe Namenlose,
      bei uns hat Haushaltspapier überhaupt nicht funktioniert. Die Samen sind komplett damit verklebt und haben sich nicht mehr lösen lassen, deshalb sind wir auf Kaffeefilter umgestiegen.
      Grüße Sylvia

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  2. Servus!
    Es reicht auch, die angetrockneten Samen samt dem Zeitungspapier auf die Aussaaterde zu legen und mit einer dünnen Schicht dieser zu bedecken. Gut feucht halten und es wächst!

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    1. Servus! Na, dann bin ich mal guter Hoffnung. :-) Bald werden wir die ersten Aussaaten beginnen, und das ist durch die selbstgesammelten Samen dieses Jahr irgendwie doppelt spannend.
      Herzlichen Gruß Sylvia

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