Karpfen rot

Karpfen ist nicht bei jederman beliebt. Auch in meinen Kindheits-Erinnerungen schneidet der Karpfen – standardmäßig blau – nicht unbedingt gut ab. Ich weiß noch genau, dass nicht nur einmal einer zum Wässern in unserer Badewanne schwamm. Und ein Exemplar ist tatsächlich, von meinem Papa frisch geschlachtet und ausgenommen – also tot – noch aus dem heißen Topf gesprungen  und lag dann auf dem Boden in Küche. Dazu noch gummiartiges Fleisch und muffig, grauslich.

Aber das hält mich nicht davon ab, so etwas "neu" zu probieren. Ich hab den Karpfen aber nicht lebend gekauft ;-). Und siehe da – es steckt doch mehr Potenzial in diesem Fisch. Das hier sieht nicht nur lecker aus, sondern es schmeckt auch so.

Tja, vielleicht sollte ich doch mal wieder auf Karpfen angeln. :-)

Karpfen-Paprika-Ragout

1 Karpfen, ca. 1 kg
2 rote Paprikaschoten
Butter zum Anbraten
1/8 l Noilly Prat
1/8 l Fischfond
1 Becher Crème double
Salz & Pfeffer
Chilipowder
1-2 TL eiskalte Butter
ein guter Schuss Sahne

Die Karpfen ausnehmen, filetieren, enthäuten und entgräten. In mundgerechte Stücke schneiden.
Die Paprikaschoten halbieren und entkernen. Mit der Hautseite nach oben unter den Grill legen, bis sie schwarze Blasen werfen. Rausnehmen, ein feuchtes Tuch über die Paprika legen und etwas abkühlen lassen, dann die Haut abziehen. Die Paprika in Würfel schneiden. 

Butter in einer Kasserolle schmelzen und die Hälfte der Paprikawürfel darin andünsten. Noilly Prat, Fischfond und Crème double zugeben, mit Salz, Pfeffer und Chilipowder würzen und etwa auf die Hälfte einkochen. Das Paprikagemüse mit dem Pürierstab pürieren.

Die Karpfenstücke in Butter 5-6 Minuten braten. 
Die Sauce aufkochen, mit der eiskalten Butter aufmontieren, die Sahne zugeben, nochmal abschmecken und zum Schluss die restlichen Paprikawürfel unterheben.
 
Mit dem gebratenem Karpfen anrichten,
dazu ein gut gekühlter Riesling und dann einfach genießen.

Für 2 Portionen

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