Non-Cup-Cakes mit Kamille

In den Weiten des Internets gibt es ja nichts, was es nicht gibt. Deshalb hab ich mir nicht vorstellen können, dass es nicht irgendwelche Rezepte mit Kamille gibt, bei denen die Kamille nicht als "Gesundheitskraut" eingesetzt wird, sondern einfach so als Zutat, als leckere Zutat. Und es gibt sie, diese Rezepte, tatsächlich - über das hier bin ich als erstes gestolpert: Pfirsich-Kamille-Tartelettes. Das klingt doch schon mal nicht schlecht, allerdings auch nach Aufwand. Und ihr wisst ja: ich und süßes Gebäck - das funktioniert nur auf der Grundlage "quick&dirty". Aber Kiki von Cinnemon und Coriander hat noch mehr Kamille zu bieten: diese Kamille-Honig-Teacakes hier - das klingt doch schon wesentlich weniger aufwändig. Also, ab in die Küche und los geht's!
Allerdings gab es dann noch ein kleines Problem - das Rezept ist in den unsäglichen Cups angegeben. Ja - ich weiß, das ist in USA und anderen Teilen der Welt halt so üblich; und das ist auch einfach nur ein Hohlmass, für das es auch entsprechenden Abfüllhilfen gibt. Aber ich komm damit trotzdem nicht zurecht. *bös-guck* Mehl lässt sich ganz locker einfüllen, aber es sackt auch gut nach, wenn man es einstupft - also, wieviel brauch ich? Außerdem entsprechen die Cups in den verschiedenen Nationen dieser Welt verschiedene Volumen... Mir ist das alles zu kompliziert. Ich will meine Zutaten einfach abwiegen *mit-dem-Fuß-aufstampf*. Deshalb stand vor dem Backstart noch eine kleine Umrechen-Aktion an - dazu kann ich Euch diese Seite hier empfehlen: Umrechentabelle US-Cups. Und jetzt geht es also wirklich los - ab in die Küche!

Halt, quietsch, doch nochmal Stopp! Noch eines vorne weg: Die Küchelchen schmecken wirklich köstlich - aber sind sehr - sehr! - süß. Ich werde hier beim nächsten Backen, und das wird es definitiv geben, den Zucker auf alle Fälle kürzen. Nichts desto trotz gebe ich Euch hier erstmal das Rezept mit den Original-Mengen, also nicht ganz original - ich hab die Cups nämlich schon weggerechnet. So! Jetzt aber wirklich ab in die Küche!

Honig-Kamille-Muffins

Muffin-Teig
55 g Butter
170 g Zucker
3 EL getrocknete Kamilleblüten
- von den festen Stängel und Köpfen abgerebbelt -
120 g Mehl
1 TL Backpulver
1/2 TL Natron
Prise Salz
230 ml Milch
1 Ei
1 Msp. Vanille

Glasur
120 g Puderzucker
3 EL Sahne
1 EL Honig
Prise Salz 

Ofen auf 180 Grad vorheizen, Muffinblech mit Förmchen auslegen.
Butter und Zucker verquirlen, nach ca 3 Minuten die Kamilleblüten dazugeben und unterrühren. Mehl, Backpulver, Natron und Salz dazugeben. Der Teig wird leicht sandig aussehen.

Ei, Vanille und Milch verquirlen, von dieser Mischung die Hälfte zum Teig geben und mit niedriger Geschwindigkeit vermengen. Den Rest Eier-Milch dazugeben und noch mal 1 Min. auf mittlerer Stufe mixen.

Teig in die Förmchen füllen und ca. 17 Min. backen. Abkühlen lassen.

Für die Glasur die Zutaten mit dem Schneebesen zu einer dicken, weißlichen Creme verrühren und die Muffins damit bestreichen.

Das ergibt 12 Muffins und wer Lust und Laune hat, kann sich beim Verzieren noch bisschen spielen.
Wir haben sie lieber aufgefuttert. *lach*

Nachtrag vom 22. April 2014
Wir haben inzwischen gute Erfahrung mit einer Reduzierung des Zuckers auf 140 g und einer kleine Erhöhung der Mehlmenge auf 130 g gemacht. Dann passte es mit der Süße wunderbar.

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