Picknick mit dem gewissen Prickeln

Bei Mones MittwochsBox wird diese Woche nochmal gepicknickt und diesmal dreht sich alles um die Getränke für den Ausflug ins Grüne. Da trifft es sich gut, dass letzte Woche unser Holunder-Sekt fertig geworden ist.
Dieses perlige, süffige Bizzelwassser ist mit seinem geringem Alkholgehalt der perfekte Begleiter für ein romantisches Picknick zu zweit. Allerdings bedarf es dafür etwas Vorplanung und Vorarbeit - also keine Idee für die letzte Sekunde. Aber die Mühe ist es wirklich wert!

http://blog.leckerbox.com/2014/07/09/mittwochsbox-42-johannisbeer-limetten-spritz-und-etwas-urlaubs-feeling/

Holunder (Sambucus nigra) blüht von Mai bis Juli eigentlich überall in Deutschland in Massen - dieses Jahr gefühlt noch mehr als sonst. Leider waren wir dieses Jahr zur Hauptblütezeit in Urlaub auf der Hallig Oland. Fast hatte ich schon gedacht, dass es dieses Jahr nichts wird mit meinem selbstgemachten Holler-Sekt. Aber es gab auch Ende Juni immer noch genug blühende Sträucher. Sehr zu meiner Freude - denn so konnte ich die wunderbar duftenden Blüten doch noch verarbeiten. :-)
Holler-Sekt

10-15 Holunderblüten
700 g Zucker
1 Zitrone
1 TL Essig
5 l Wasser
1 Msp. Bierhefe

Holunderblüten von Insekten befreien und in ein entsprechend großes Gefäß mit Gärspund geben. Zitrone auspressen, Rest zerschnippeln und alles zu den Holunderblüten geben. Zucker im Wasser auflösen, Essig zugeben und über die Holunderblüten gießen. Hefe in etwas Wasser auflösen und ebenfalls einrühren.

Gefäß verschließen und drei Tage warm stellen und gären lassen. Über den Ablaufhahn am Gärgefäß gefiltert in vorher sterilisierte Flaschen füllen. Am besten haben sich bei uns Bierflaschen mit Bügelverschluss bewährt. Bei anderen Flaschen ist Vorsicht geboten, es besteht durchaus Berstgefahr! Die Flaschen verschließen und 10 Tage kühl und dunkel nachgären lassen.

Nach dieser Zeit kann die erste Verkostung - gut gekühlt - gestartet werden. Aber Vorsicht - manchmal ist das Ergebnis geradezu überschäumend :-) Das ganze schmeckt super lecker, leicht und frisch. Alkohol ist da durch die Gärung natürlich drin, wieviel weiß ich jedoch nicht. Der fertige Sekt hält sich kühl gelagert nach meinen Erfahrungen bis zu einem halben Jahr.

Und für Experimentierfreudige - auch Mädesüß-Sekt (Filipendula ulmaria) läßt sich so produzieren.

Kommentare

  1. Liebe Sylvia, schön das du immer so fleißig dabei bist, das freut mich sehr. Meine Oma hat früher auch immer Holunderblüten-Sekt gekocht. Da er nicht viel Alkohol hatte, zumindest hat sie das immer gesagt, haben wir als Kinder immer ein kleines Gläschen abbekommen...mhmmm das war lecker :-)
    Liebe Grüße,
    Mone :)

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    1. Guten Morgen Mone, da ist wirklich nicht viel Alkohol. Grad soviel, dass es schön moussiert. Und wenn Du immer so schöne Themen vorgibst, bleibt uns ja gar nichts anders übrig, als mitmachen ;-)
      Lieben Gruß Sylvia

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