Eine abenteuerliche Reise

Unser endgültiges Urlaubsziel aber ist dieses Jahr die Hallig Oland, genauer gesagt habe ich der Frau Krautgärtnerin diesen Urlaub zu Weihnachten geschenkt. Was uns beiden bis dahin nicht klar war, wie man denn auf diese Hallig gelangt. Oland hat als Zugang nur das Watt und eine Lorenbahn, die für die Arbeiten zur Befestigung der Hallig gedacht ist. Eine Fährverbindung oder einen fahrplanmäßigen Schiffverkehr gibt es nicht.
Lorenbahnhof in Dagebüll

Der Damm wurde vor einigen Jahren erneuert und etwas erhöht, so dass die Schienen auch bei normaler Flut aus dem Wasser herausstehen. Vergleichbar mit den Schienen der Bundesbahn sind sie jedoch nicht. Die Schienen der Schmalspurbahn sind nicht miteinander verschweißt und sind auch nicht überall wirklich gerade.
Die Bewohner der Insel haben je Haus eine eigene Lore. Das sind zum Teil sehr abenteuerliche Eigenkonstruktionen, die aber regelmäßig offiziell auf die Betriebssicherheit überprüft werden.
Vorranging darf das Amt für Küstenschutz die Schienen befahren. In der Woche werden die privaten Loren bis sieben Uhr Vormittags und ab fünfzehn Uhr toleriert. Und es dürfen nur die Bewohner und Hausgäste transportiert werden. Bei Gegenverkehr gibt es mehrere Ausweichstellen – ist auch besser so. :-)
Die meisten Loren sind offene Konstruktionen. Bei Wind und Wetter ist man den Elementen ganz und gar ausgesetzt. Am Anreisetag hat es den ganzen Vormittag gegossen, sodass besonders Frau Krautgärtnerin Bedenken hatte, wie wir unser Gepäck trocken auf die Insel bekommen. Aber Petrus hatte ein Einsehen und ab Mittags kam sogar die Sonne heraus.
Um 15:30 Uhr wurden wir pünktlich am Lorenbahnhof in Dagebüll von einer unserer Vermieterinnen abgeholt. Der Wind ging - besonders für Bayern - gefühlt doch noch sehr stark. Da kommen einem die bis zu 30 km/h noch mal viel schneller vor.
Kleine Hindernisse galt es noch aus dem Weg zu räumen, so wie dies selbstmordgefährdete Lamm. Aber dann ging alles flott voran. Nach fast einer halben Stunde hatten wir das Ziel erreicht.
Abladen und das Gepäck mit der Schubkarre hoch auf die Warft in unseren alten, liebevoll umgebauten Schafstall. Von nun an gibt’s kein Muss mehr. Und das ist genau das, was wir wollten.
 Angekommen.

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