Süss und schwer...

...liegt die Tage in den Abendstunden der Duft dieser Blüten in unserem Häuschen und durchdringt - fast aufdringlich - unsere 90 qm Wohnfläche.
Abend für Abend öffnen sich weitere Blüten der kugeligen Blütenstände, verströmen ihren jasminartigen Duft, um am nächste Tag wieder zu verblühen. Die Blüten selbst sind eher unspektakulär, was zusammen mit der nächtlichen Blüte und dem starken Duft die Vermutung zulässt, dass die Bestäubung in der Natur durch nachtaktive Tiere übernommen wird.
Es handelt sich um die Blüten des Duftenden Drachenbaumes (Dracaena fragrans 'Massangeana'). Das natürliche Habitat der Art liegt im tropischen Afrika. Dieses ganz spezielle Exemplar ist vor gut 30 Jahren aus dem Supermarkt als kleiner Stammsteckling in mein "Mädchen"-Zimmer eingezogen. Seitdem begleitet er mich durch mein Leben, anspruchslos und absolut unkaputtbar.
Inzwischen ist er mehrfach gestutzt worden und hat wohl so ein halbes Dutzend mal in unregelmässigen Abständen geblüht. Man geht davon aus, dass eine Temperatur-Absenkung von um die 10°C über mind. eine Woche und / oder eine kleine "Trockenzeit" die Blütenbildung auslösen. Meiner Erfahrung nach würde ich dem aus der Retrospektive zustimmen.
Denn ich induziere die Blütenbildung eigentlich nie bewußt, meist bekomm ich nicht mal die Bildung der Rispe mit. Dicke klebrige Tropfen unter der Dracaene sind die ersten untrüglichen Hinweise auf eine bevorstehende Blüte. Und spätestens wenn der bekannte Duft durch die Zimmer strömt, weiß ich - jetzt blüht sie.

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