Mini-Kraftwerk Keimling

Heute verrate ich Euch, wie aus Weizenkörnern Keimlinge für den Küchengebrauch entstehen. Durch das Keimen werden im Weizenkorn eine Reihe an Stoffwechselvorgängen gestartet, die nötig sind, damit aus den schlafenden Samen lebendige Pflanzen werden. Dazu wird u.a. die Stärke im Weizenkorn in Zucker umgewandelt, so dass die Keimlinge leicht süßlich schmecken und nicht mehr hart sind. Außerdem sind sie prall gefüllt mit Vitaminen und Mineralstoffen wie Vitamin B6, Vitamin E sowie Magnesium und Zink. Und es ist gar nicht schwer, den Weizen zum Keimen zu bringen.
 Weizenkeimlinge

Eine Handvoll Weizen - gemeint ist der ganz normale Weichweizen (Triticum aestivum), auch Brot - oder Saatweizen genannt - in einem Einmachglas geben und mit einem Stück Gaze, Vorhangstoff oder ähnlichem und einem Gummi luftdurchlässig verschließen. Die Weizenkörner in reichlich Wasser 12 Stunden einweichen. Das Wasser abgießen und das Glas an einen warmen, hellen Ort stellen.

Die Weizenkörner einmal täglich mit Wasser spülen. Und nach 2-3 Tagen hat man verzehrfertige Weizenkeimlinge. Eine Handvoll Weizenkörner ergibt dabei zwei bis drei Handvoll Keimlinge. Eine Aufbewahrung ist nur für ein paar Tage im Kühlschrank möglich, denn auch dort wachsen sie weiter.
 
Auf die gleiche Art und Weise lassen sich im Prinzip auch Keimlinge aus den anderen Getreide-Arten wie z.B. Roggen herstellen.

Roh verzehrt sind die Keimlinge natürlich am wertvollsten. Sie eignen sich besonders gut für Müslis und Joghurt oder als Salatzutat. Man kann sie aber auch im Brot verbacken. So sieht das dann aus:

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