Rote Grütze...

.. geht immer. Aber für mich ist es nur eine echte Rote Grütze, wenn sie mit Sago angedickt wurde. Sago sind kleine Stärke-Kügelchen, die ursprünglich aus der Sago-Palme (Metroxylon sagu) oder Palmfarnen (Cycas spec.) gewonnen wurden. Inzwischen werden sie im westafrikanischen und südasiatischen Raum meist aus der Maniok-Wurzel (Manihot esculenta) hergestellt, als Tapioka im Handel. In Deutschland ist seit 1810 die Herstellung aus Kartoffelstärke üblich.
Die kleinen Perlen sind trocken weiß und hart, beim Einweichen oder Kochen in Wasser oder anderer Flüssigkeit werden sie weich und transparent, sollen aber ihre kugelige Form behalten. Und genau mit diesen weichen Bobbeln ist eine Rote Grütze perfekt - für mich ;-)

Rote Grütze

250 g Rote Johannisbeeren
250 g Brombeeren
100 g Himbeeren
800 ml Dreifrucht-Saft (Johannisbeere, Brombeere, Apfel)
- oder einfach Wasser -
90 g Zucker
80 - 90 g Sago

Alles Obst enstielen (oder auftauen). Mit Saft oder Wasser und Zucker in einem Topf zum Kochen bringen, 10 Min. köcheln lassen. Sago zugeben und auf kleiner Hitze mind. 15 Min. köcheln lassen. In eine Schüssel füllen oder in Portionsgläschen abfüllen und abkühlen lassen.

Bei der Roten Grütze kann man alle roten/blauen Obstsorten (z.B. zusätzlich noch Sauerkirschen, Heidelbeeren, Erdbeeren) gegeneinander austauschen, nur die Johannisbeeren müssen dabei bleiben. Denn sie enthalten reichlich Pektin, und das sorgt zusätzlich für gutes Andicken.
Bei mir sind 8 Gläschen dabei rausgekommen.

Als Klassiker zur Roten Grütze wird Vanille-Sauce gereicht. Aber mir schmeckt sie am allerbesten mit flüssiger Sahne begossen.
 Oops - fast vergessen zu fotografieren. :-P

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