Kleine Laus mit krummer Wirkung

Üblicherweise unternehme ich nicht sonderlich viel gegen Blattläuse. Zumindest gegen die normalen, die dick an meinen Rosenknospen sitzen. Die Erfahrung zeigt, das Nichts-Tun die effekivste Methode ist. Denn kaum sind die Blattlaus-Kolonien so richtig üppig und nahrhaft, finden sich auch zuverlässig Marienkäfer- und Florfliegenlarven und Schlupfwespen dort, die den Läusen den Garaus machen.
 Da sitzt schon die erste Kleine Johannisbeerblattlaus an der Schwarzen Johannisbeere.

Anders bei meinen Johannisbeeren - auf ihnen fühlt sich bei uns im Garten seit einigen Jahre die Kleine Johannisbeerblattlaus (Aphidula schneideri) pudelwohl. Sie überwintert als Ei an den Zweigen der Johannisbeeren. Sobald sich die Knospen im Frühjahr entfalten, schlüpfen die Läuse und beginnen an dem jungen Grün zu saugen. Dabei verkrüppeln sie die Triebe und verkräuseln die Blättern - und zwar nicht nur bisschen. Da sitzen sie dann in ihren eingekräuselten Blättern gut geschützt und nahzu unerreichbar für alle Feinde. Und auch mit Pflanzenschutzmitteln richtet man kaum mehr etwas aus.
Deshalb ist die einzige Chance gegen sie jetzt - noch an den nackten Johannisbeer-Sträuchern kurz bevor die Knospen sich entfalten. Am letzten Wochenende ging es ihnen an den Kragen. Bei der sogenannten Austriebs-Spritzung wird eine Emulsion - meist auf Paraffinöl- oder Rapsöl-Basis - auf die Zweige, Blattlauseier und frisch geschlüpften Läuse gespritzt. Das Öl verklebt die Atemöffnungen der Läuse und sie ersticken.
Hier kann man reichlich schwarze Eier der Kleinen Johannisbeerblattlaus sehen - leider :-/

Besonders wirksam ist dabei der Zeitpunkt kurz vor dem Schlupf, denn zu diesem Zeitpunkt ist die Atem-Aktivität erhöht. Na, dann hoff ich mal, dass ich den richtigen Zeitpunkt erwischt habe.

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