Gut versteckt im Grün

Nachdem seit bald einem halben Jahr in unser grünes Badezimmer die Rotaugen-Laubfrösche Francesco & Co. eingezogen sind, haben wir unseren Frankfurt-Aufenthalt auch für einen Zoobesuch genutzt. Denn ich wollte gerne mal ein lebendiges Exemplar unserer Bad-Deko sehen.
Leider ist von der knallbunten Farbigkeit des Rotaugen-Laubfrosches (Agalychnis callidryas) tagsüber eigentlich nichts zu sehen - alle Gliedmaßen eng unter den Körper geklappt und mit geschlossenen Augen sitzt er gut getarnt auf den Blattunterseiten hoch oben in Bäumen der Regenwälder Mittelamerikas.
Erst in der Dämmerung wird er aktiv und steigt zur Jagd von den Bäumen herab. Dabei zeigt er dann seine roten Augen und Zehen und blauen Flanken. Ob ich das wohl mal in live sehen werde?

 Aber der Frankfurter Zoo hat noch ein paar mehr seltsame Gestalten in grün bis bunt zu bieten:
Der Madagaskar-Taggecko (Phelsuma madagascariensis) zählt zu den größten Phelsumen und kann ziemlich schnell das lebhafte Grün zu einem dunkleren Farbton wechseln. Er ist relativ leicht zu halten und nachzuzüchten und deshalb bei Terrarienzüchtern recht beliebt. In seiner Heimat ist er ein Kulturbegleiter.
Diese Langnasen-Strauchnatter (Philodryas baroni) hat - neben ihrer spitzen Nase - noch eine weitere ungewöhnliche Eigenschaft. Sie ist zu einem Gleitflug fähig, indem sie ihre Bauchschilder hufeisenförmig einzieht. Das werd ich mal sicher nie in live sehen. :-(
Das hier ist ein Makifrosch (Phyllomedusa sauvagii). Schaut nicht so gemütlich aus, wie der hier auf dem Ast rumhängt. Aber es ist wohl ganz typisch, wie er dasitzt - nämlich quer zum Ast wie ein Vogel, nicht längs wie das Laubfrösche üblicherweise tun. Außerdem springt er nicht, wie Frösche das sonst so tun, sondern klettert bedächtig, indem er kleine Zweiglein wie mit Händen umgreift.
Dieser Reptilien-Edelstein namens Türkisgecko oder Himmelblauer Zwergtaggecko (Lygodactylus williamsi) lebt endemisch auf einer bestimmten Schraubenbaum-Art (Pandanus rabaiensis) auf einem nur 385 ha großem Gebiet im Kimboza-Forest in Tansania. Leider ist er dadurch in seinem natürlichen Lebensraum stark bedroht.
 Dieses kleine Kerlchen gehört zu einer Art, die dank der strengen australischen Naturschutzgesetze nicht bedroht ist. In dieser Größe find ich sie noch niedlich, doch auch wenn das Australische Süßwasser-Krokodil (Crocodylus johnsoni) mit ausgewachsenen 220 cm zu den kleineren Krokodil-Arten gehört - ausgewachsen möchte ihm nicht begegnen, oder nur hinter Glas so wie hier im Zoo.

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