Das Express-Kraut

Im Winter schaut es bei uns mit frischem Kräutern aus eigenem Anbau eher mau aus. Und so schlägt jetzt die Stunde der Gartenkresse (Lepidium sativum). Willig treibt sie auf einem einfachen feuchten Küchentuch und produziert selbst in unserer kühlen Küche am Nord-Fenster innerhalb einer Woche erntefähige Kresse-Keimlinge. Und so funktioniert es:

Ich benutze für meine Kresse-Keimlinge dieses Igelchen hier - aber man kann auch jede beliebige flache Schale benutzen. Die Schale wird zweilagig Küchenpapier ausgelegt, dann das Küchenpapier anfeuchten und mit Kresse-Samen bestreuen. Auf diese Weise bleiben die Samen da liegen, wo man sie hinstreut. Gibt man das Wasser erst am Schluss darüber, schwemmt es die Samenkörner gern ungleichmässig häufchenartig zusammen.
Und dann gibt es nicht mehr viel zu tun - außer das Küchenpapier feucht halten und der Kresse beim Wachsen zugucken.

Tag 0
Schon nach ein paar Stunden kann man sehen, wie der Samen quillt.
Tag 1
Die ersten Wurzelspitzen suchen sich ihren Weg.
Tag 2
Es entsteht ein ziemliches Gewurle.
Tag 3
Die Keimlinge beginnen sich aufzurichten. Die Keimblätter erscheinen und mit dem Entfalten streifen sie die Samenhülle ab.
Tag 4
Hab ich vergessen zu fotografieren - stellt Euch einfach eine Version zwischen Tag 3 und 5 vor ;-)

Tag 5
Jetzt stehen die Keimlinge schon stramm aufrecht, die Keimblättchen werden dunkelgrüner.
Tag 6
Die Sämlinge stehen nicht ganz so dicht wie bei der gekauften Kresse. Ich hab aber die Erfahrung gemacht, dass die Keimlinge die Samenhüllen nicht so gut abschreifen, wenn sie zu dicht stehen - die liegen dann wie eine feste Schicht auf den Keimlingen. Deshalb lieber so.
Die Ernte kann beginnen - einfach mit der Schere abschnippeln und verwenden.

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