Technik von damals für heute

Unser Brot backen nun ja schon seit einiger Zeit komplett selber - in allen Variationen: Sauerteig, Roggen, Hefe vor und zurück. Und eigentlich sind wir bekennende Brot-von-Hand-Schneider.
Sauerteig-Brot mit Eichelmehl

Da wir nur zu zweit sind, wird meist eine Hälfte frischgebackenes Brot eingefroren. Nun ist es aber bei einem halben Brot am Ende meist schwierig - ohne Brotschneidemaschine - noch eine vernünftige Scheibe runter zu bekommen, ohne sich selbst zu verletzen. So reifte in uns der Entschluss, dass eine Brotschneidemaschine in unseren Haushalt ziehen soll. Aber halt kein 0-8-15-Ding.

Da wir ja auf alte Sachen stehe, habe ich bei mal ebay gesucht. Da gibt es Unmengen alter mehr oder weniger schöner handbetriebenen Brotschneidemaschinen. Erste Wahl war meiner Meinung nach die Technik des bayerischen Herstellers Ritter. Es gibt allerdings wenig Informationen zu einem solch speziellen Thema.

Nach mehreren erfolglosen Anläufen hat es dann doch endlich geklappt. Dabei ist das Internet in den letzen Minuten der Auktion schlichtweg ausgefallen. So musste ich bis zum nächsten Tag abwarten, ob wir sie nun ersteigert haben. Es wurde eine Brunner aus der DDR. Bezahlt und gut. Nach wenigen Tagen kam das Paket aus Greifswald an. Und die Maschine war in einem besseren Zustand, als erwartet.
Auseinandergebaut und nachgeschaut - ich bin ja neugierig. Da ist so gut wir gar nichst drin. Kein Lager oder sonstiger Schnickschnack. Ein kleines Zahnrad am Ende der Kurbel und ein großes an der Messerscheibe.

Alles sauber gemacht, neue Schrauben, das Holz geschliffen und eingeölt, die Messerscheibe entrostet, geschliffen und wieder alles zusammengebaut. Und dann natürlich sofort ausprobiert - kommt fast an's mit der Hand schneiden ran ;-)
 
Jetz fehlt nur noch eine Befestigung. Die Schraubklemme war leider nicht dabei.

Dann habe ich noch versucht, über den Herstellen - Brunner - etwas rauszufinden. Bilder und Angebote findet man jede Menge - irgendwelche tiefer gehende Infos gibt es allerdings nicht. Als wenn es die Firma gar nicht gegeben hätte. Das ist mir bisher noch gar nie nicht passiert. Auch in Bekanntenkreis gibt es einige, die in  der DDR aufgewachsen sind. Die kennen solche Brotschneidemaschinen aus ihrer Kindheit, aber mehr auch nicht. Aber ich bleibe dran.

Und schneiden tut die Maschine jedenfalls auch nach vermutlich über 60 Jahren immer noch hervorragend.

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