Nix zum Essen...

... das sind unsere neuen Aquarien-Bewohner. Obwohl ich zugeben muss, dass sie eine sehr appetitliche rote Farbe haben, nur bisschen winzig sind sie.

Rote Rückenstrichgarnelen oder Red Fire Garnelen
 (Neocaridina davidi var. red )
Gestern sind ein gutes Dutzend dieser kleinen Süßwasser-Garnelen in unser Guppy-Becken eingezogen. Da  waren sie durch den Umzugsstress noch ganz blass, aber inzwischen sind doch schon wieder einige errötet. Die rote Farbvariante ist eine Zuchtform und nur eine von vielen - es gibt sie auch in gelb, schwarz und verschieden gefleckt.

Die blass bis bräunlich gefärbte Wildart stammt ursprünglich aus den Seen und kleineren bis mittleren Fließgewässern im Osten Chinas. Durch ihre hohe Toleranz in Bezug auf Wasserhärte und Wassertemperatur sind sie inzwischen auch in anderen Teilen Chinas, Taiwan und sogar auf Hawaii eingebürgert.

Die meisten Garnelen-Arten leben im Salzwasser und von den ca. 800 Arten, die es geschafft haben, sich an Süßwasser zu akklimatisieren, benötigen doch eine Reihe zur Entwicklung der Jungtiere Salz- oder zumindest Brackwasser. Nicht so die Gattung Neocaridina - ihr gesamter Lebenszyklus findet im Süßwasser statt.

Die Gattung gehört zum sog. spezialisierten Fortpflanzungstyp. Das heißt, dass die Larvenentwicklung zum Großteil innerhalb der Eier stattfindet, die die Garnelenweibchen bis zum Schlupf unter ihrem Abdomen spazieren tragen und ihnen Sauerstoff zufächeln. Wenn die Larven dann schlüpfen, haben sie bereits Schreitbeine und sind schon an die bodenorientierte Lebensweise angepasst.
Im Aquarium gilt die Red Fire Garnele als Anfänger-Garnele, nicht umsonst heißt sie auch Guppy-Garnele - also genau das richtige für uns Low-Level-Aquarianer ;-) Die ausgewachsen ca. 3 cm großen Garnelen sind äußerst geschäftig und durchwühlen unermüdlich den Mulm nach Fressbarem. Ich denke, sie sind wirklich eine Bereicherung für unser Aquarium und hoffe, dass sie sich neben Guppy, Antennenwels und Blasenschnecken gut einleben.
Nur zum Essen sind sie halt nix *lach* 

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