Chicorée in spe

Im Winter schaut es bei uns mit Salat aus dem eigenen Garten eher mau aus, einfach weil wir den Acker nicht ganzjährig bewirtschaften können und so Feldsalat und Winter-Portulak leider flach fallen. Aber Chicorée wird ja nicht direkt vom Acker geerntet, sondern die Wurzeln werden nach der Ernte (und Lagerung) im Dunkeln vorgetrieben und bringen dann die bekannten, bleichen Kolben hervor. Das ist doch allemal einen Versuch wert.
Deshalb haben wir dieses Jahr Chicorée angebaut, d.h. zunächst einmal haben wir Mitte Juni die Sorte 'Chicorée di Bruxelles' gesät, um schöne, dicke Zichorien-Wurzeln zu ernten. Zumindest Blattmasse haben sie ja mal ordentlich getrieben, sieht bisschen aus wie überdimensionierter Löwenzahn.
Letztes Wochenende haben wir die Wurzeln gerodet. Leider haben wir es nicht so mit dem Verziehen, deshalb sind die Wurzeln jetzt nicht alle ganz so dick. Aber aus solchen Rüben sollte doch was zu treiben sein.
Den Blattschnitt haben wir fast komplett auf dem Acker gelassen. Einen kleinen Teil haben wir zu Testzwecken in der Küche verarbeitet - schmeckt wie eine Mischung aus Löwenzahn und Endivie; aber vor allem wäre es sicher klasse Kaninchen-Futter.
Im Moment ruhen unsere Wurzeln komplett in einer Sandkiste vergraben. Ich hoffe, sie haben es kühl genug und fangen nicht ungeplant an zu treiben. Ansonsten werden wir die ersten Wurzeln wohl so in 4-6 Wochen wecken. Wir werden berichten.

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