Irgendwas zwischen Ayvar und Sambal Oelek

Das haben wir am Wochenende aus einem Teil unserer Peperoni 'de Cayenne' (Capsicum annuum) produziert, die im Frühbeet unverdrossen und völlig unbeeindruckt von den diesjährigen Wetterkapriolen und dem doch so allmählich herbstlicheren Wetter wachsen, blühen und reifen. Inspiriert von den Pesto-Variationen aus dem Freisinger Gartenblog haben wir fröhlich abgewandelt, und was dabei rauskam schmeckt richtig lecker - fruchtig mit einer angenehmen Schärfe.
Chili-Pesto

6-8 rote, scharfe Peperoni
3-4 kleine Knoblauchzehen
Salz
die letzten Tomaten der diesjährigen Ernte;
das waren 2 rote und 3 grüne "normale" Tomaten und 5 gelbe Cocktail-Tomaten
4 rote Spitz-Paprika

Tomaten und Paprika halbieren, aus den Tomaten den grünen Stietz rausschneiden und aus den Paprika Stiel und Kerngehäuse entfernen. Die Tomaten mit der Schnittfläche nach unten in eine Pfanne legen, die Paprika auf der Hautseite dazu. Die Pfanne heiß werden lassen und Tomaten und Paprika anrösten. Dann einen Deckel darauf geben, von der Herdplatte nehmen und so lange ziehen lassen, bis sich die Haut von den reifen Tomaten löst.

Inzwischen aus den Peperoni ebenfalls Stiel und Kerne entfernen und grob zerkleinern. Die Knoblauchzehen schälen und hacken, zu den Peperoni geben. Mit etwa der selben Menge Salz grob zermörsern. Die Paprika aus der Pfanne nehmen und mit dem Peperoni-Salz-Gemisch mit dem Pürier-Stab fein pürieren.
Von den reifen Tomaten die Haut abziehen. Bei den grünen funktioniert das nicht so gut, deshalb hab ich diese fein gewürfelt. Die reifen Tomaten in der Pfanne zerdrücken, die grünen Tomatenwürfel und das Paprika-Peperoni-Püree wieder in die Pfanne zurück geben. Alles bei kleiner Hitze einkochen lassen, bis es eine pastöse Masse ergibt.

Heiß in Gläser abfüllen. Angeblich soll die Paste durch das heiße Abfüllen und durch das Salz so nun gut haltbar sein. Ich trau der ganzen Sache nicht so ganz und hab deshalb das halbe Glas zum sofortigen Verbrauch in den Kühlschrank gestellt und das andere eingefroren. Sicher ist sicher.
Zum ersten Verkosten hab ich den Herrn Krautgärtner vorgeschickt - er hat einen kleinen Klecks auf einem Kräcker vorsichtig probieren dürfen. Und er behauptet, man muss es nicht in homöopathischen Dosen verwenden. Und er empfiehlt es als Taco-Dip, zu Cevapcici, zu Nudeln und ich hab sicher auch noch ein paar Ideen. ;-)

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