Herbst-Ente und bisschen was dazu

Eine der wichtigsten Zutaten für ein Enten-Menü sind die Enten - und damit da nix schief geht, hat Herr Krautgärtner bereits letzte Woche in unserem Hof-Laden zwei Enten vorbestellt. "Nicht so große sollen es bitte sein" - es gibt ja noch reichlich andere Sachen zum Essen. Das konnte man ihm allerdings so nicht zusichern, weil: "Des konn i doch jetz no ned sogn - die laffa ja no rum!" Tja - dann, nehmen wir halt die, die's dann gibt. ;-)

Natürlich waren die Enten nicht klein *lach* - aber dafür gibt es jetzt lecker Reste, die noch zu Rilette verarbeitet werden wollen. Und so kam es zu den Resten:

Ein Herbst-Enten-Menü

Wir starten mit Holler-Sekt. Die Nachtkerzen-Stangerl werden multifunktional als Knabberei zu Aperitif, Salat und Suppe eingesetzt.

Es geht los mit selbstgemachtem Weichkäse mit Zwetschgen-Chutney an Feldsalat, Orangen-Senf-Dressing und Kartoffelchips.

Das Dressing schmeckt sehr raffiniert und ist dabei doch ganz einfach:

Orangen-Senf-Dressing

Den Saft einer Orange mit 2 TL Senf und Walnuss-Öl aufschütteln, mit einem Spritzer Weißwein-Essig und Salz abschmecken. Fertig.

Danach gibt es eine Sellerie-Apfel-Suppe mit Speck-Apfel-Spießchen.

Und dann werden die nicht-kleinen, aber super-zarten Enten in Honig-Bier-Sauce mit Semmelknödel serviert. Die glacierten Möhren, die es ebenfalls dazu gibt, sind aufgefuttert, bevor sie mein Fotoapparat dingfest machen kann. ;-)

Danach machen wir erst mal Pause, bevor der Engadiner Nusskuchen einen süßen Schlusspunkt setzt,

begleitet von diesem Maulbeer-Likör, der heute Abend erstmalig verköstigt wird. Und nicht nur ich finde, er schmeckt wie die viereckigen Glühwein-Bonbons, die es zu meiner Kinderzeit auf Jahr- und Christkindl-Märkten gab.

Maulbeer-Likör
750 g reife Maulbeeren, 1/2 Stange Zimt, 2 Nelken und etwas Sternanis mit 0,75 l Wodka aufgießen ca. 6 Wochen ziehen lassen. Die erste Woche an einem warmen, sonnigen Platz, danach eher kühler.
Dann abfiltern, mit Läuterzucker >1 l Wasser mit 750 g Zucker 10 Min. kochen, dann kalt werden lassen< bis zur gewünschten Süße abschmecken und nochmal mind. 14 Tage reifen lassen. 
Und zu guter Letzt bekommen wir noch eine Aufgabe - dieses Gastgeschenk soll bitte bei der nächsten Einladung sinnvoll eingesetzt werden:

Das schreit doch geradezu nach einem Mittelalter-Menü mit Honig-Wein aus diesem Krug, oder?

Kommentare

  1. Bei dir möchte man gerne Gast sein. Das sieht wieder super lecker aus.
    LG Krümelchen

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    1. Ganz lieben Dank für Dein Kompliment, Krümelchen :-)

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  2. Hallo Sylvia, ich habt Euch ja mal wieder selbst übertroffen :-) Viele Grüße, Silvia

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  3. Hallo Silvia, schön dass Du bei uns vorbeischaust :-)

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