Freitag, 9. Dezember 2016

Pfannengerührt

Der Duft von gebrannten Mandeln weckt in mir Kindheitserinnerungen - an Volksfest und Christkindlmarkt. Das man die Selbermachen kann, auf die Idee hat mich erst eine Kollegin gebracht.

Von ihr habe ich dieses Rezept und sie schwört Stein und Bein, dass es idiotensicher ist. Nun - ich kann nun mit absoluter Sicherheit sagen, dass ich definitiv kein Idiot bin. Denn ich hab das Rezept zweimal mit Glanz und Gloria versemmelt. :-(

Deshalb musste der Herr Krautgärtner ran. Und siehe da - wunderbarer Duft durchzieht unser Häuschen. Und meist hält sich der Duft länger als die Mandeln selbst *schwupps-und-weg*
Hier noch das Rezept - dann könnt Ihr den Idioten-Test selber machen *grins*:

Das Rezept des Monats
Gebrannte Mandeln

200 g Zucker
1 EL Vanillezucker
100 ml Wasser
200 g Mandeln
- ganz und ungeschält -
Zimt 
Zimt, Zucker, Vanillezucker und Wasser in einer Pfanne zum Kochen bringen. Mandeln zugeben und unter Rühren weiterkochen, bis der Zucker trocken wird.

Wenn das Wasser weg ist, die Temperatur herunterdrehen oder die Pfanne von der Platte nehmen. Weiterrühren, bis der Zucker wieder leicht zu schmelzen beginnt und die Mandeln glänzen.

Backfolie oder Alufolie ausbreiten, die Mandeln darauf geben, zerteilen und abkühlen lassen.
Aber nicht zu sehr, denn warm schmecken sie am besten. :-)
 Blog-Event CXXVI - Aus der Pfanne
Und weil es grad so gut passt, mach ich mit diesem Rezept beim Blog-Event CXXVI "Aus der Pfanne" auf Zora's Blog Kochtopf mit, ausgerichtet von Rebecca von Pfanntastisch!.

Dienstag, 6. Dezember 2016

Wunsch-Zettel

Fast 100 Jahre ist dieser Brief hier alt. Meine Oma hat ihn im Alter von 12 Jahre geschrieben. 
Ein Wunschzettel ans Christkind. Bescheidene Wünsche, die aber doch von einem gewissen Wohlstand und Lebenssicherheit zeugen.
Wer von Euch kann die Schrift lesen?
Hier ist die Transkription

"München, den 6. XII. 1925

Brief von Hanni an das Christkindlein

Liebes Christkind!

Das herrliche schöne
Weihnachtsfest naht heran. Darum
bitte ich Dich liebes Christkindchen erfülle
mir einige Wünsche. Ich will gewiß
brav sein und fleißig lernen, daß Du
gewiß mit mir zufrieden bist. Gar zu
gerne hätte ich eine Puppe, eine kleine
einfache Puppensteckdecke und daß Du
mir das Sportswägelchen herrichtest und
es weiß anstreichst. Ich bitte Dich, daß Du
mir meine bescheidenen Wünsche
erfüllen möchtest.

Es grüßt Dich
Deine dankbare Hanni

München
Thalkirchnerstr. 106/II 
I. Aufgang"

Samstag, 3. Dezember 2016

Diesmal asiatisch

Endlich waren wir wieder dabei - bei der Monats-Menü-Challenge. Und diesmal war es wahrlich eine Herausforderung. Denn die Zutaten-Liste war sehr ...hmmm... außergewöhnlich, um es mal neutral auszudrücken. Aber genau diese Verrücktheit der Zusammenstellung hat mich so gereizt. Da muss doch irgendwas draus zu basteln sein? Diese Lebensmittel müssen untergebracht werden: Schweinebauch - Hering - Schwarzwurzel - Reis - Haselnüsse - Quitten - Endiviensalat - Meerrettich - Berberitzen. Jaaa, das war der volle Ernst!

In meinen Augen und in meinem Hirn waren erst mal drei große ???. Und dann hat sich irgendwie in meinen Gedanken Asien breit gemacht. Auch wenn jetzt außer dem Reis nix wirklich asiatisches dabei ist. Dann eben Asia Cross Over!*pfft* Und ich muss sagen - es sind spannende Gerichte dabei rausgekommen, spannend und echt lecker. Lasst Euch überraschen!

Asia Cross Over-Menü

In der asiatischen Küche gibt es eigentlich nicht diese Menüfolge in Form von Vorspeise, Hauptgericht, Nachspeise. Da wird munter alles auf den Tisch gestellt und bunt durcheinander genossen. Wir haben es dann trotzdem etwas europäisiert und in eine Reihenfolge gebracht.

Vorspeisen
Krupuk, asiatisch marinierter Hering, Dill-Bohnen & Quitte-Chili-Dip
für die Schwarzwurzel- und Garnelen-Tempura

Hauptgericht
 Moo Dang mit Endivie und Meerrettich, dazu asiatische BBQ-Sauce und
Yasmin-Reis mit Goji-Beeren
Berberitzen haben wir hier keine auftreiben können. 
Hier hätte ich welche bestellen können, aber dazu war es dann schon zu spät.
Wir fanden die Goji-Beeren einen sehr adäquaten Ersatz, von Form und Farbe sowieso -
aber beide sind auch richtige Vitamin C-Bomben.

Nachspeise
die ich eigentlich asiatisch angehaucht mit flüssigem Honig servieren wollte.
Hab mich aber dann doch für das Wälzen in Vanille-Zucker entschieden. :-)

Schätz mal, die nächste Zeit wird es öfter asiatisch geben. Nicht nur weil alles super-lecker geschmeckt hat. Wir haben ja jetzt auch reichlich Reste der Asia-Zutaten zuhause. ;-)

Donnerstag, 1. Dezember 2016

Kalender 2016 { Dezember }

Liebe mich, wenn ich es am wenigsten verdiene,
weil ich es dann am meisten brauche.
Unbekannt

Das Foto im Dezember
Efeu-Bäume

Das Rezept des Monats

Montag, 28. November 2016

Pink Sauerkraut

Aus irgendwelchen nicht nachvollziehbaren Gründen ernten wir - bei der gleichen Anzahl ausgepflanzten Weißkraut, Blaukraut und Wirsing-Setzlingen - regelmässig am meisten Blaukraut. Der Wirsing faulte uns fast immer komplett weg und auch beim Weißkraut blieb nie genügend über, um Sauerkraut zu machen. Aber warum soll man nicht auch aus Blaukraut Sauerkraut machen können?
Drei Jahre später machen wir aus Überzeugung "Pink Sauerkraut". Der Geschmack ist nahezu identisch, dafür ist die Farbe umso spektakulärer. Und wenn wir uns schon selbst die Arbeit machen, dann soll es doch auch etwas besonderes sein, oder?

Pink Sauerkraut - selbst eingelegt

2 kg Blaukraut
- zur Not auch Rotkohl ;-) -
2 gehäufte EL Salz 
1 säuerlicher Apfel 
10 Wacholderbeeren 
1 TL Kümmel

Kohl putzen, Strunk ausschneiden. Dünn hobeln, Strunk reiben.
  
In einer Schüssel eine Lage Kohl - ca. 5 cm hoch - salzen und stampfen, bis Wasser austritt. Nächste Lage auffüllen, salzen und wieder stampfen. Am besten geht das in einer flachen Schüssel und mit einem Holz"prügel". Angenehmer ist es, wenn das Stampfgerät besser in der Hand liegt als dieses Holzstück hier. ;-)
So sieht das dann aus, wenn es das Kraut ordentlich durchgestampft ist.

Dann den Apfel schälen und stifteln, mit den Wacholderbeeren und dem Kümmel unter das Kraut mischen. Kraut mit Flüssigkeit in vorbereitete Einmachgläser füllen. Dabei muss ein Viertel der Gläser leer bleiben, damit ausreichend Platz für die Gärgase bleibt. Bedeckt das Kohlwasser das Gemüse nicht, lauwarmes Wasser zugießen, bis das Kraut eben bedeckt ist. 
Die Gläser fest verschließen und dunkel 4-8 Wochen gären lassen. Die erste Woche im warmen Raum, dann kühl im Keller. Jetzt ist das Sauerkraut fertig und kann roh gegessen oder weiterverarbeitet werden.

 Am Anfang ist die Farbe noch dunkel-lila wie in den Gläsern oben zu sehen. Aber irgendwann während der Gärzeit bekommen sie dieses wundervolle Pink wie hier oben im Foto.