Freitag, 26. August 2016

Mirabellen-Jahr

Nachdem wir nun zwei Wochen mit dem Hausboot in Frankreich rumgeschippert sind, hat uns hier der Alltag wieder. Insbesondere die Ernte auf dem Acker und im Garten läuft auf vollen Touren - Tomaten, Kartoffeln, Paprika, nochmal ein ordentlicher Schwung Grüne Bohnen, Karotten, Zwiebeln, Zucchini. Derzeit schwelgen wir in Gemüse-Genüssen und so manches geht in den Vorrat.

Und dieses Jahr gibt es auch mal wieder Mirabellen. Der Baum im Nachbarsgarten trägt nur sporadisch. Doch wenn er trägt, hängt er übervoll. Ob dieses Überflusses sind wir von unseren Nachbarn mit einem Schwung Mirabellen bedacht worden. *freu* Da war diese Tarte ein Muss!

Mirabellen-Tarte
Teig 
200 g Mehl 
100 g Butter 
60 g Zucker 
1 Eigelb 
1 EL Crème fraîche 
1/2 TL abgeriebenen Zitronenschale 
1 Prise Salz

Belag
500 g entsteinte Mirabellen 
1 EL Zuckerrübensirup
1 EL brauner Zucker 
2 EL Butter 
1 Ei 
100 - 150 g Crème fraîche 

Für den Teig das Mehl mit Butter, Zucker, Eigelb, Crème fraîche, Zitronenschale und Salzverkneten. Mit dem Teig eine gefettete Spring- oder Tarteform auslegen. Für etwa eine halbe Stunde in den Kühlschrank stellen. 

Backofen auf 200° C vorheizen. Den Teig mit einer Gabel einstechen und dann 8-10 Min.  vorbacken. Inzwischen für den Belag Butter, braunen Zucker und Zuckerrübensirup schmelzen. Die Mirabellen dazugeben und kurz mitgaren. 

Das Ei mit Crème fraîche verrühren. Auf dem vorgebackenen Teigboden verstreichen und mit den Mirabellen belegen. Nochmals im vorgeheizten Backofen bei 200° C ca. 20 Min. backen.

Gefunden in der Landlust

Donnerstag, 4. August 2016

Quick and dirty

Auch im Juli haben wir uns wieder der Challenge "Monats-Menü" gestellt. Und diesmal war es eine kleine Herausforderung. Nicht so sehr wegen der Zutaten - an Ideen für ein Menü mit Nektarinen, Süßkartoffeln, Champignons, Tomaten, Frischkäse, Crème fraîche, Thunfisch, Mehl und Sesam mangelte es nicht. Aber an Zeit und Muse zum ausführlichen Kochen und der entsprechenden Inspiration für die Fotos. Deshalb lautet das Motto dieses Menüs schlicht und ergreifend:

Quick and Dirty
ein Juli-Menü

Vorspeise
 Tomatensalat - ganz klassisch mit Basilikum, Olivenöl und Aceto Balsamico -
& Thunfisch-Frischkäse-Creme
 
dazu selbstgebackenes französisches Baguette.
 
Das Baguette war die langwierigste Aktion des Menüs. Aber wie so oft beim Brotbacken, steht man ja nicht toujours in der Küche, sondern muss bloß zum rechten Zeit zur Stelle sein. ;-)

 Hauptgericht
Gebackene Süßkartoffel gefüllt mit gemischten Pilzen und Kidney-Bohnen,
dazu ein Crème fraîche-Dip.
Sehr wiederholenswert. Die Süßkartoffel hätte einen Tick länger im Ofen bleiben können und ich empfinde es eher als Herbst-/Winter-Gericht. Aber in dieser Zeit wird es das garantiert wieder geben. :-P

Nachspeise
Himbeer-Nektarinen-Salat mit Sesam-Krokant
Einfach fix zusammengerührt und auch das Krokant ist in weniger als 10 Minuten fertig.
Ihr seht - auch mit wenig Zeit lässt sich auf die Schnelle was basteln. ;-)

Montag, 1. August 2016

Freitag, 29. Juli 2016

Klar-Apfel-Ernte

Die Klarapfel-Ernte im Schrebergarten meiner Großeltern - dem Flauchergarten - war für uns Kinder immer ein Riesen-Event. Die ganze Großfamilie traf sich dann im Schrebergarten und der große Apfel-Hochstamm wurde gemeinsam abgeerntet. Je nach Temperament kletterten die einen in den Baum, anderen standen unten und fingen die Äpfel vorsichtig auf. Wieder andere gaben lauthals Anweisung, wo im Baum noch Früchte hingen. So füllten sich die mitgebrachten Waschkörbe ziemlich schnell mit der druckempfindlichen Ware.
Wenn die Transport-Behältnisse dann alle voll waren, fuhren wir geschlossen zu den Großeltern. Dort wurden ebenfalls in einer Gemeinschafts-Aktion die ersten Apfel-Kücherl der Saison gebacken. Während die größeren Kinder zum Apfelschälen und In-Ringe-Schneiden abkommandiert wurden, halfen die kleineren mehr oder weniger freiwillig beim Tischdecken. Zeitgleich waren die Erwachsenen damit beschäftigt, den Teig anzurühren, Kaffee zu kochen und genug Stühle ranzuschaffen.
Und dann ging es endlich los - in mehreren Pfannen wurden die teigumhüllten Apfelringe ausgebacken, noch heiß in Zimt-Zucker gewälzt und sofort serviert. So schnell konnten die nächsten Fuhren gar nicht nachgebruzzelt werden, wie die Apfel-Kücherl in den hungrigen Mündern verschwanden. Aber da es ja waschkörbeweise Nachschub gab, wurden schlussendlich immer alle satt.

Selbstverständlich gehört auch heute bei uns eine Runde Apfel-Kücherl unabdingbar zur Klarapfel-Ernte. Denn auch in unserem jetzigen Garten steht ein Klarapfel-Hochstamm.

Apfel-Kücherl

- etwas dicker als normal angerührt -
- oder ein anderer guter Backapfel -
Butterschmalz
Zucker
Zimt

Äpfel schälen und in Ringe schneiden. In den Pfannkuchenteig tauchen und in einer Pfanne im heißen Fett von beiden Seiten goldgelb braten.

 Heiß in Zimt-Zucker wälzen und sofort servieren.
Die Apfel-Kücherl waren immer der Auftakt zu weiteren Apfel-Gerichten, die es traditionell in dieser Zeit bei uns gab. Schließlich nahm jede Kleinfamilie noch mindestens einen Waschkorb voll Äpfel vom Klarapfel-Ernte-Familienfest mit nach Hause. ;-)

Hier findet ihr viele altbewährte und neue Ideen zur Apfelverwertung:

Dienstag, 26. Juli 2016

Erdbeeren on the rocks

Hui, letzten Donnerstag ist es bei uns wettertechnisch ziemlich abgegangen. Hagel und Starkregen, Blitz und Donner. Unsere Auffahrt verwandelte sich in diesen Bach, der dann in unserer Garage seine Endstation erreichte, da der Gulli davor das Wasser einfach nicht fassen konnte. :-/
video

In unserem Garten hielten sich die Schäden einigermaßen in Grenzen. Rhabarber und Kapuzinerkresse mit ihren tellerförmigen Blättern haben gelitten und die eh schon wenigen Äpfel auf unseren Bäumen wurden noch weiter ausgedünnt. 
Die Erdbeeren waren kurzzeitig auf Eis gelegt. Unser Acker hat da deutlich mehr gelitten. Leider hat der Herr Krautgärtner vor Bestürzung nur unscharfe Fotos gemacht. Nicht nur der Salat, Rote Rüben und Bohnen sind ziemlich gehäckselt...
 
Auch Zucchini, Kürbis, Linsen, Grünkohl und selbst die Zwiebeln sehen ähnlich aus. Mal sehen, was sich wieder erholt. Das Tomatenhaus-Dach ist jetzt auch ziemlich löchrig, hat aber die Wucht der Hagelkörner von den Pflanzen selbst abhalten können. Gut überlebt haben die Pflanzen mit schmalen Blättern wie Fenchel, Karotten, Dill. 
Noch vor einer Woche sah der Acker noch so aus. Aber immerhin konnten wir vorgestern die Ernte-Saison für Bohnen und Zucchini eröffnen. Und auch die Erbsen, Linsen, Mangold, Dicke Bohnen und noch einiges mehr stehen kurz vor der Erntereife. Ich brauch nicht extra zu sagen, dass wir im August erstmal zwei Wochen nicht da sind. *augen-verdreh*...